Fernando Alonso hatte zuletzt nicht das Material, um Grands Prix zu gewinnen

Formel 1 2014

— 07.09.2014

Mattiacci stellt Ferrari auf längere Leidenszeit ein

Der Teamchef beklagt Testbeschränkungen und gibt seiner Truppe drei bis vier Jahre, um an die Spitze der Formel 1 zu gelangen: "Mercedes ist Messlatte"



Bei Ferrari gab es in den vergangenen Monaten und Jahren zahlreiche personelle Veränderungen. Bezahlt gemacht haben sich die Rochaden nicht, schließlich läuft die Scuderia dem ersten WM-Titel seit 2007 mit Respektabstand hinterher. Auch die Regelnovelle im Winter entpuppte sich nicht als glücklicher Umstand: "Ferrari war in dreierlei Hinsicht nicht gut genug: bei der Methodik, beim Personal, bei der Grundkonstruktion des Teams. Wir waren nicht so gut wie andere", sagt Marco Mattiacci der 'Welt am Sonntag'.

Der Teamchef ist selbst einer der neuen Männer in den Reihen der Italiener und begab sich in Maranello auf Fehlersuche. Er will fündig geworden sein, bleibt aber schmallippig. "Wir haben eine Vorstellung", deutet Mattiacci an. Genau wie seit geraumer Zeit auch sein Pilot Fernando Alonso beklagt er die Testbeschränkungen im Reglement, die Aufholjagden schwierig machen: "Wenn wir das Jahr 2000 oder 2001 hätten, wo Ferrari fast 150.000 Testkilometer pro Saison abspulen konnte, wären unsere Optionen günstiger."

Dennoch gibt es einen zeitlichen Rahmen für Mattiacci und seine Mitstreiter. Weil Mercedes es schaffte, aus seiner formschwachen Werkstruppe binnen drei bis vier Jahren das die WM dominierende Team zu machen, will Ferrari die Kehrtwende ebenfalls in diesem Rahmen bewerkstelligen. "Das ist die Messlatte", betont der Teamchef. Die Roten gewannen in den vergangenen vier Jahren nur sechs Grands Prix. 2014 stehen erst zwei Podien, beide durch Alonso, zu Buche.

Fotoquelle: xpbimages.com

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