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Formel 1 2014

— 08.09.2014

Trotz Renault-Motor: Warum war Ricciardo der Schnellste?

Daniel Ricciardo war in Monza der Schnellste, zumindest in der Topspeedwertung: Warum das so ist, erklärt Williams-Mann Rob Smedley



Monza ist die Power-Strecke schlechthin im Formel-1-Kalender, und besonders den Mercedes-befeuerten Boliden wurde auf der Traditionsstrecke eine Menge zugetraut, weil hier die Kraft des Motors am meisten zum Tragen kommen sollte. Die Ergebnislisten können dahingehend nicht überraschen: Im Qualifying lagen sechs Mercedes-Boliden vorn, im Rennen waren es immerhin vier.

Doch auf den ersten Blick überraschend: In der Topspeedwertung war weder ein Mercedes vorne, noch ein Williams, ein McLaren oder Force India. Daniel Ricciardo stellte mit 362,1 km/h einen neuen Rekord für die 2014er Boliden auf und war damit ganze 1,3 km/h schneller als der Zweitplatzierte Valtteri Bottas im Williams.

Dass Red Bull ausgerechnet auf der vermeintlich schwierigsten Strecke für das Team mit dem vermeintlich schwachbrüstigen Renault-Antrieb plötzlich die höchste Geschwindigkeit aufstellt, klingt ein wenig kurios, doch für Rob Smedley, Williams' Leiter der Fahrzeugperformance, ist das alles andere als eine Überraschung: Denn laut dem Briten komme es bei der Messung vor der ersten Schikane nicht auf pure Motorkraft an.

"Es kommt nicht nur auf die Power-Unit an. Wenn man einen guten Ausgang in der Parabolica bekommt, weil man ein gutes Chassis hat, dann den Motorenmodus gut nutzt und Windschatten hat, dann ist das möglich", so Smedley. Und bei Ricciardo haben all diese Faktoren wunderbar zusammengespielt. Denn mit dem Red Bull hat man besonders am Ausgang der Zieleingangskurve einen Vorteil.

"Wenn man den Speed am Ausgang dort sieht, dann ist der immer sehr gut", ist dem Williams-Mann aufgefallen. "Sie haben natürlich ein gutes Auto, ihr Chassis ist blitzschnell. Das hilft, den Speed auf die Gerade zu übertragen. Wenn er die volle Motorenkraft nutzt und noch ein wenig vom Vordermann gezogen wird, dann ist das möglich", so Smedley über den Geschwindigkeitsrekord.

Die ganze Rechnung sei übrigens kein Phänomen der Neuzeit, wie er erzählt: "Wenn man in die Vergangenheit schaut, dann ist das ganz oft passiert. Ich erinnere mich, als Ferrari hier gegen Williams gekämpft hat", spricht er über die Saison 2003. "Williams ist auf viel mehr Abtrieb gegangen und war daher auf einigen Geraden langsam, aber auf der Start- und Zielgerade waren sie sehr schnell, weil der Ausgang von Parabolica so gut war."

Genutzt hat der hohe Topspeed dem Team damals übrigens nichts: Michael Schumacher gewann den Grand Prix dennoch vor Juan Pablo Montoya. Und auch Daniel Ricciardo hätte es sicherlich bevorzugt, wenn er in der entscheidenden Liste vorne gewesen wäre - dort, wo es 25 Punkte für Platz eins gibt.

Fotoquelle: xpbimages.com

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