Liegt Sebastian Vettels Zukunft auch nach der Saison 2014 bei Red Bull?

Formel 1 2014

— 08.09.2014

Wohin des Weges, Vettel?

Sebastian Vettel hat mit einer Aussage gegen Red Bull seinen Unmut kundgetan - Helmut Marko spielt die Situation herunter, aber bleibt der Champion auch 2015?



Nach vier Jahren des Erfolges durchlebt Weltmeister Sebastian Vettel eine brutale Saison 2014, in der er eine Ohrfeige nach der anderen hinnehmen muss. Zum einen scheint ihm sein RB10 schlichtweg nicht zu liegen. So konnte er seinen neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo einzig und allein in Malaysia und Deutschland schlagen und liegt bereits 60 WM-Punkte hinter dem Australier. Zum anderen hatte Vettel - anders als sein Teamkollege - hufig mit technischen Problemen zu kmpfen.

All das fhrt dazu, dass der 27-Jhrige nicht gerade zufrieden mit seiner Gesamtsituation bei Red Bull ist. Nach dem Grand Prix von Belgien lie er sich im spanischen Fernsehen zu einer Aussage hinreien, die erstmals gezielt gegen das eigene Team gerichtet war: "Es scheint, dass das spanische Fernsehen manchmal mehr an mich glaubt als mein eigenes Team." Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko hat sich nun zu dieser Schuldzuweisung geuert: "Es war einfach berreaktion", meint er gegenber 'Sky'.

Auch sei die Kritik auf keinen im Speziellen bezogen gewesen, wenngleich jeder Fahrer seine eigene Technik- und Strategiegruppe hat. "Das war aus der ersten Emotion heraus, als er natrlich enttuscht war, dass der Teamkollege gewinnt, obwohl er im Training besser war als Ricciardo. Und dann gab es eben Probleme, die auf das Chassis zurckzufhren waren. Ich glaube, das war eine ganz normale Reaktion", versucht Marko, die Situation zu beruhigen.

Teamkritik sei kein Thema mehr

Teamintern habe man ber das Thema gesprochen und alle Unklarheiten aus der Welt gerumt. "Sebastian lacht wieder. Nicht so breit wie Ricciardo - das ist ja eine spezielle Eigenschaft von Ricciardo -, aber er braucht auch nicht so breit zu grinsen", scherzt der sterreicher. "Ich glaube, da ist alles geklrt, was nicht richtig gelaufen ist."

Vettel fhlt sich nicht mehr so wohl wie noch vor gut einem Jahr, das ist offensichtlich. Damals wie heute hat ihn jederzeit sein Renningenieur Guillaume Rocquelin begleitet; fr die kommende Saison ist jedoch auch hier eine Vernderung angedacht. "Rocky" wird ein hheres Amt bei Red Bull bekleiden, whrend Vettel einen neuen Renningenieur bekommt, den das Team bereits von Force India losgeeist hat.

Marko erklrt die Entscheidung: "Wir hatten mit Rocky und auch mit dem Dateningenieur das Problem, dass sie irgendwann mde geworden sind, nicht so viel reisen und in andere Positionen wollten. Der Aufstieg von Rocky ist kein Nachteil, weil er mit seinem Know-how ja knftig beide Autos berwacht. Und wir haben einen neuen Renningenieur engagiert, mit dem Sebastian vorher ausfhrliche Gesprche gefhrt hatte. Sebastian ist mit der Wahl einverstanden. Das ist einfach eine Umstrukturierung, um eine Gesamtverbesserung des Teams herbeizufhren."

Ob sich die "Verbesserung" auch fr Vettel positiv auswirken wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedenfalls, dass die Beziehung mit Red Bull sichtbare Risse erlitten hat. Wie 'Motorsport-Total.com' nach dem sterreich-Grand-Prix berichtete, hat McLaren Interesse an einer Verpflichtung Vettels. Sollte sich die Situation des Champions bei Red Bull bis zum Saisonende nicht verndern, wrde man sich mglicherweise zusammensetzen. Wer wei, ob der Heppenheimer 2015 nicht vielleicht wirklich fr McLaren fahren wird?

Fotoquelle: xpbimages.com

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