Jules Bianchi hat bereits etliche Testkilometer für Ferrari absolviert

Formel 1 2014

— 15.09.2014

Ferrari: Bianchi drängelt, Räikkönen noch tragbar?

Ferrari befindet sich derzeit im radikalen Umbruch: Kommt nach den Personalverschiebungen auf Führungsebene auch ein neuer Fahrer?



Die Scuderia Ferrari ähnelt in der Saison 2014 einem nicht enden wollenden Erdbeben. Nachdem im April zunächst Teamchef Stefano Domenicali den Hut nehmen musste und im Juli auch Motorenchef Luca Marmorini vom Hof gejagt wurde, fiel in der vergangenen Woche auch noch der langjährige Präsident Luca di Montezemolo. Ferrari strukturiert sich radikal um, ohne Rücksicht auf große Namen nehmen. Könnte damit auch Fahrer Kimi Räikkönen, der nach seinem Comeback nur wenig überzeugen konnte, zum Wackelkandidaten werden?

Nur zweimal konnte der Finne seinen Teamkollegen Fernando Alonso in diesem Jahr schlagen - einmal aufgrund einer Strafe für den Spanier, einmal wegen dessen technischen Ausfalls in Monza. So hat Räikkönen magere 41 Punkte in 13 Rennen geholt und liegt in der Gesamtwertung nur auf Rang zehn - satte 80 Punkte hinter seinem Teamkollegen. "Wenn ich Ferrari wäre, würde ich bis zum Ende des Jahres Ergebnisse von Räikkönen sehen wollen. Ansonsten würde ich mich nach Alternativen umschauen", meint Ex-Fahrer Allan McNish bei 'BBC'.

Zumal Ferrari vielversprechende Alternativen hätte. Auf der einen Seite wären die beiden Force-India-Piloten Nico Hülkenberg und Sergio Perez zu nennen, die beide eine starke Saison fahren. Auch Sebastian Vettel haben die "Roten" seit langem im Visier. Der heißeste Kandidat für ein Stammcockpit könnte aber Jules Bianchi sein. Seit seinem Formel-1-Debüt 2013 beeindruckt der Franzose durch starke Leistungen bei Marussia, zudem ist er der Musterschüler der Ferrari-Driver-Academy.

Nun bringt Bianchi selbst Bewegung in die Angelegenheit: "Ich hätte gern Klarheit, aber im Moment weiß ich leider nichts wirklich sicher", erklärt er gegenüber 'Autosport.com.ru'. Laufen womöglich bereits ernstere Verhandlungen mit Ferrari? Dazu möchte Bianchi nichts sagen: "Ich habe keine Ahnung, wo ich nächstes Jahr fahren werde." Dass er wohl nichts gegen einen Teamwechsel hätte, scheint nur logisch, schließlich fährt das Jungtalent seit knapp zwei Jahren nur hinterher.

"Wir versuchen, die optimale Option für nächstes Jahr zu finden, aber momentan möchte ich mich einfach nur auf die verbleibenden Rennen konzentrieren", erklärt Bianchi. Selbst wenn Ferrari mit Räikkönen weitermachen würde (Vertrag bis Ende 2015 mit Option auf ein weiteres Jahr), wäre das keine endgültige Absage an den 25-Jährigen. Schließlich ist McLaren an Fernando Alonso interessiert und winkt dank Honda mit dem großen Geld...

Bei Marussia würde man Bianchi natürlich gern über die Saison hinaus halten: "Selbstverständlich sind wir hochzufrieden mit der Arbeit von Jules und würden gern mit ihm in die Saison 2015 gehen", erklärt Teamchef John Booth gegenüber 'Championat'. "Aber wenn Ferrari ihn brauchen würde, wäre völlig klar, dass er ihnen gehört. Wir lieben die Zusammenarbeit mit der Ferrari-Familie, die Beziehung ist hervorragend." Sein Fahrer-Line-up für nächstes Jahr wolle Marussia - wenn möglich - im Dezember verkünden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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