Kimi Räikkönen wird am Funk nicht weniger reden, aber weniger Ansagen bekommen

Formel 1 2014

— 18.09.2014

"Iceman" lässt Funkverbot kalt: "Wird eh nicht viel gesprochen"

Mehrfach hat Kimi Räikkönen am Funk betont, dass er gerne in Ruhe gelassen werden würde, nun wird sein Wunsch erfüllt - Fahrer nehmen neue Regel an



Das Funkverbot schlägt in der Formel 1 hohe Wellen. Weil die Teams ihren Piloten nicht mehr mitteilen dürfen, wie sie zu fahren haben, sind die Fahrer wieder auf sich allein gestellt, was die meisten Fahrer begrüßen. Vor allem einer dürfte froh sein, dass er am Funk nicht mehr ständig genervt wird, denn schließlich weiß er ja, was er tut.

Doch bei Kimi Räikkönen herrschte scheinbar auch schon vorher eher Funkstille, wie er auf der Pressekonferenz verrät: "In meinem Fall wird sowieso nicht viel gesprochen", sagt er auf die neue Regel angesprochen und sorgt damit für einige Lacher. Doch manchmal hätte selbst der schweigsame Finne gerne Informationen vom Team, die er nun nicht mehr erhalten darf: "Es kann nun ziemlich kompliziert werden, wenn es ein Problem mit dem Auto gibt und man gewisse Dinge verändern muss, um das Rennen zu beenden", erklärt er.

Auch dann muss ein Fahrer theoretisch von alleine auf die Lösung kommen, was von den Verantwortlichen der Teams angesichts der komplizierten Technik nicht gerade mit Wohlwollen aufgenommen wird. Doch Kimi Räikkönen zuckt nur mit den Schultern: "Ich weiß nicht, wie es dann sein wird, aber das macht es komplizierter. Aber das ist Teil des Spiels", so der Finne.

Auch andere Kollegen wollen um die neue Regel keinen großen Wind machen. Für Sergio Perez sei es zwar nicht ideal, so etwas zwischen zwei Rennen durchzudrücken, doch für eine große Sache hält er es nicht: "Wir als Fahrer müssen uns mehr daran gewöhnen. Wir werden definitiv mehr Informationen haben und im Rennen beschäftigt sein, alles unter Kontrolle zu behalten. Aber ich sehe kein Problem darin, mich daran zu gewöhnen", so der Force-India-Pilot.

Sein Vorgänger Adrian Sutil erwartet ebenfalls keine Schwierigkeiten: "Das ist kein Problem. Das ist alles managebar. Es bedeutet vielleicht ein wenig mehr Arbeit, aber wir werden damit umgehen können", so der Sauber-Pilot. Und während es einigen Piloten einfach egal ist, freuen sich andere sogar darüber: "Ich mag es, um ehrlich zu sein", erklärt Marcus Ericsson. "Es ist gut, wenn man den Fahrer mehr in den Fokus rückt." Doch eigentlich sollte es für den Schweden als Rookie hinderlich sein, wenn er nicht mehr so viele Informationen bekommt.

Zudem kommt auf Caterham ein weiteres Problem zu: Die Informationen sollten nun auf das Lenkrad-Display gebracht werden. "Für uns als kleines Team ist das etwas schwieriger, weil wir auf unserem Lenkrad kein großes Display haben. Viele andere Teams haben eines, auf dem sie viele Informationen zeigen können", weiß Ericsson, betont aber noch einmal, dass ihm die neue Regel lieber als die alte ist.

Und für Jean-Eric Vergne wird sich gar nicht so viel ändern: "Ich möchte gerne Dinge selbst in die Hand nehmen, und häufig habe ich die Einstellungen bereits verändert, bevor mir mein Renningenieur etwas gesagt hat", lacht er. "Ich werde etwas einsamer am Funk sein, aber das sollte okay sein." Aus Fahrersicht geht das Funkverbot also in Ordnung, es sind die Teams, die damit ein Problem haben...

Fotoquelle: xpbimages.com

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