Großer Preis von Singapur: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 21.09.2014

Rosberg-Ausfall wohl durch Kabelbruch in der Lenksäule

Nico Rosberg musste beim Großen Preis von Singapur mit technischen Problemen aufgeben, während Teamkollege Lewis Hamilton die WM-Führung übernahm



Nico Rosberg erlebte in Singapur eine besonders schwarze Nacht. Kurz vor dem Start brach plötzlich Hektik in der Mercedes-Garage aus, da der Deutsche offensichtlich Probleme mit seinem Lenkrad hatte - auch ein Austausch der Steuereinheit konnte das Problem nicht lösen. In der Einführungsrunde kam Rosberg gar nicht erst weg und startete somit aus der Boxengasse. Einige Runden mühte er sich am Ende des Feldes ab, bis Mercedes beim Boxenstopp schließlich entschied, den 29-Jährigen aus dem Rennen zu nehmen.

"Wir hatten bei Nico ein Hardwareproblem. Es sieht so aus, als wäre ein Kabel innerhalb der Lenksäule gebrochen", erklärt Teamchef Toto Wolff bei 'Sky Sports F1'. Wie es dazu gekommen sein könnte, wisse er jedoch noch nicht: "Wir hatten das ganz normal verbaut, und es war schon eine Weile im Auto. Wir müssen nun schauen, was passiert ist."

"Das komplette System ist zusammengebrochen. Das einzige, was am Lenkrad noch funktioniert hat, war der Gangwechsel. Er hatte gar keine Modi mehr zur Verfügung", verdeutlicht Wolff das Dilemma. "Er hatte nicht wirklich Energie, das haben wir ja auch an den Rundenzeiten gesehen. Wir haben versucht, irgendwie über die Runden zu kommen. Aber letztlich haben wir uns entschieden, es sein zu lassen, weil es ansonsten zu gefährlich gewesen wäre." Damit meint der Österreicher die Möglichkeit, das Auto aufzubocken und mit hoher Drehzahl runterfallen lassen, um losfahren zu können.

Wie verzwickt die Lage für Rosberg war, zeigte auch ein Funkspruch des Teams, nach dem er auf die Motordrehzahl schauen sollte, um das Tempolimit in der Boxengasse einzuhalten. Der geborene Wiesbadener entgegnete völlig bestürzt: "Woher soll ich denn wissen, wie viel 6.500 Umdrehungen sind? Gebt mir irgendeinen anderen Indikator." Daraufhin riet ihm das Team, die roten Lampen an seinem Lenkrad nicht zu überschreiten, die den Fahrern normalerweise als Orientierungshilfe zum Schalten dienen.

Nach dem Ausfall zeigte die Weltregie einen Dialog zwischen Rosberg und Wolff in der Box. "Ich habe mich bei ihm dafür entschuldigt, dass wir ihn im Stich gelassen haben", erklärt der Teamchef. "Wenn du als Fahrer so viele wichtige Punkte verlierst, ist das natürlich ein ganz bitterer Moment. Aber egal, was du da sagst - es hilft nicht wirklich. In einem Team muss es allerdings immer möglich sein, sich zu entschuldigen. So viel Charakter muss man haben, da gilt für beide Richtungen", spielt er auf Rosbergs Fahrfehler von Belgien an, für den sich der Pilot im Nachhinein beim Team entschuldigen musste.

Durch seinen Ausfall in Singapur - den zweiten der Saison - hat Rosberg die WM-Führung an Lewis Hamilton verloren, der nun drei Punkte mehr auf dem Konto hat. Der Druck liegt also fünf Rennen vor Saisonschluss wieder bei Rosberg. "Wenn man Weltmeister werden will, muss man dem Druck standhalten. Der ist jetzt da", meint Wolff dazu. Für die Zuschauer sei das aber das Beste, was passieren kann.

Fotoquelle: xpbimages.com

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