Großer Preis von Singapur: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 21.09.2014

Ferrari enttäuscht: Stadtverkehr ruiniert gute Strategie

Fernando Alonso hat offenbar die Nase voll von medialer Kritik an der Ferrari-Taktik - Mangelnde Überholmöglichkeiten kosten Kimi Räikkönen besseres Resultat



Für Ferrari war spätestens nach den Freien Trainings klar, dass der Singapur-Grand-Prix die beste Chance der übrigen Saison 2014 darstellt, um ein starkes Resultat zu erzielen. Gemessen an dieser Erwartung verlief das Rennen am Sonntag für die Scuderia enttäuschend: Fernando Alonso behauptete immerhin Rang vier, Kimi Räikkönen blieb als Achter hinter den Erwartungen zurück. Das Ergebnis wirkte im Lager der Roten alles andere als stimmungsaufhellend, wie die Reaktion des Spaniers zeigte.

In der Medienrunde entgegnet Alonso auf die Frage eines Journalisten, ob die Taktik die richtige gewesen sei: "Egal was ich zur Strategie sage - ihr schreibt doch ohnehin, was ihr wollt. Ihr wisst doch schon vor den Rennen, ob sie gut war oder nicht." Nach der kurzen Frustentladung geht der Ex-Weltmeister doch noch in die Analyse: "Ich glaube jedenfalls, dass sie gut war." Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob der prompte Boxenstopp in der Safety-Car-Phase nützlich oder kontraproduktiv war.

Alonso glaubt, alles richtig gemacht zu haben, indem er eine Führung freiwillig opferte: "Wären wir schnell genug für Mercedes gewesen, dann hätte es unsere Strategie sein müssen, draußen zu bleiben. Dann hätten wir freie Runden nutzen können, um einen Vorsprung herauszufahren" überlegt der Asturier. Er hält die Sache jedoch für hypothetisch: "Das Tempo hat gefehlt. Hätten wir das gemacht, wären wir nach dem Stopp auf Rang acht oder neun zurückgefallen und angekommen."

Alonso von fehlendem Grip überrascht

Immerhin war die Safety-Car-Phase lang genug: "So konnte ich die weichen Reifen schonen." Ähnlich gelassen blickt Alonso auch auf das misslungene Überholmanöver gegen die Red Bull in der Startkurve. Offenbar war das Risiko nötig, um das erhoffte Top-3-Resultat einzufahren: "Wenn ich das Podium verloren habe, weil Fernando Kurve eins verpasst hat - okay. Es gab weniger Grip als im Qualifying. Da hat der Regen mitgespielt." Übrigens: Alonso schonte eine ganze Weile freiwillig die Reifen, ehe ihm klar wurde, dass er auf der Strecke würde überholen müssen.

"Als wir erkannt haben, dass die Red Bull nicht mehr an die Box kommen, habe ich attackiert", erinnert er sich, war auf dem engen Stadtkurs aber schließlich doch chancenlos gegen Daniel Ricciardo und nicht in der gleichen Ausgangslage wie der spätere Rennsieger im Duell gegen Sebastian Vettel. "Die härtere Mischung hat weniger Grip, obwohl ich frischere Reifen hatte. Als Hamilton auf die Strecke kam, waren seine 25 Runden jünger." Fehlende Überholmöglichkeiten plagten auch Räikkönen.

Der Finne wird noch vom Martini-Schriftzug träumen: "Wir haben hinter den Williams festgesteckt. Erst hinter Massa, dann hinter Bottas", klagt er. Doch es gab kein Vorbeikommen: "Wenn man hinterherfährt, verliert man den kompletten Abtrieb und kommt an den schnelleren Stellen nicht nahe genug heran. Dann war immer der Abtrieb am Heck weg. Ich bin hinterhergefahren und habe mir die Reifen ruiniert." Außerdem macht Räikkönen den starken Topspeed der Williams für die Misere verantwortlich. Marco Mattiacci bilanziert: "Wir haben aus dem Auto herausgeholt, was nur ging. Die Strategie war hervorragend. Aber das Safety-Car hat uns nicht geholfen und es gab andere Faktoren, die nicht in unserer Macht standen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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