Helmut Marko sieht einer Zukunft mit Renault zuversichtlich entgegen

Formel 1 2014

— 25.09.2014

Marko kuschelt mit Renault: Aus für die heimliche Geliebte

Die Red-Bull-Eminenz glaubt, dass Lotus bis zuletzt eine Sonderbehandlung erfuhr - Mit neuem Werksstatus und mehr Entwicklung ab Europarennen 2015 erfolgreich?



Wenn es um Kritik am strauchelnden Antriebspartner Renault ging, war Helmut Marko in den vergangenen Monaten wie gewohnt alles andere als zimperlich. Die Wogen zwischen Milton Keynes und Viry-Chatillon haben sich aber anscheinend geglättet, schließlich spricht der Red-Bull-Motorsportberater nach Gesprächen mit Chefdesigner Rob Marshall und den übrigen Kunden der Franzosen von einer längerfristigen Perspektive. Das hängt auch mit dem neuen Nummer-eins-Status zusammen.

Von Renault als Quasi-Werksteam ausgelobt worden zu sein und maßgeschneiderte Komponenten zu erhalten, die Toro Rosso und Caterham übernehmen, hat die Verbindung gestärkt: "Das ist die effizienteste Lösung", lobt Marko im Gespräch mit 'Formula1.com' und nimmt sich ein Beispiel an den Silberpfeilen, die die Szenerie dominieren und so auch Kunden wie Williams an die Spitze gebracht haben: "Mercedes demonstriert den Erfolg dieses Modells. Sie haben nur eine Version und das gilt auch für Ferrari."

Marko bestreitet, dass diese Konstellation hinter den Kulissen seit Jahren Realität gewesen ist. Im Gegenteil: "Das war nie der Fall. Wir waren viele Jahre lang Kunde wie alle anderen, erst der Erfolg hat uns näher zusammengebracht. Unter diesen Umständen war Lotus so etwas wie die heimliche Geliebte für Renault", meint der Grazer. Das habe sich erst kürzlich geändert, in Enstone kommen künftig wohl Pakete von Mercedes an. Red Bull hingegen schielt auf eine Vertragsverlängerung mit Renault.

"Wir stärken die Verbindung, um 2015 auf Augenhöhe mit Mercedes zu sein. Langfristig geht es darum, wie man noch umfassender über einen längeren Zeitraum kooperiert", blickt Marko voraus. Sebastian Vettel verspricht er, in die kommende Saison mit einer besseren Testphase zu starten und von Anfang an über mehr Power zu verfügen. Die Hoffnung der Renault-Teams ist es, mit einem einstimmigen Beschluss der Formel-1-Kommission mehr Freiheiten bei der Homologation zu erhalten.

Eine verlängerte Entwicklungsphase bis Juli 2015 bewegt Marko zu folgender Rechnung: "Mit dem Start der Europasaison sollten wir einen wirklich konkurrenzfähigen Antriebsstrang haben." Das heißt jedoch nicht, dass von Australien bis Bahrain Hopfen und Malz verloren wäre: "Wir haben bewiesen, dass wir auch ohne durchschlagenden Antrieb erfolgreich sein können und so schlimm sollte es im kommenden Jahr auch bei den ersten Übersee-Rennen nicht aussehen", ist sich Marko sicher.

Fotoquelle: xpbimages.com

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