Paddy Lowe bereitet die Einschränkung des Funkverkehrs keine Kopfschmerzen

Formel 1 2014

— 29.09.2014

Mercedes über Funkstille: Albtraum oder kein Problem?

Die Einschränkungen im Boxenfunk sorgen hinter den Kulissen weiterhin für Diskussionen - Mercedes erstes "Opfer" wegen Lenkrad-Problemen bei Rosberg



Im Formel-1-Team von Mercedes herrscht Unsicherheit über die vom Automobil-Weltverband FIA für die nächste Saison geplante rigorose Einschränkung der Funkkommunikation zwischen Box und Fahrer. Während Motorsportchef Toto Wolff meint, die Bewältigung technischer Probleme, wie sie beim Rennen in Singapur am Auto von Nico Rosberg auftraten, sei unter den neuen Regeln ein "Albtraum", blickte Technikchef Paddy Lowe zumindest vor dem Start des Rennens noch deutlich entspannter auf die Regeländerung.

Der Brite war zunächst noch überzeugt davon, dass man das Rennen in Singapur mit jenen beschlossenen Regeln bewältigt hätte, deren vollständige Einführung kurzfristig auf das Jahr 2015 verschoben wurde: "Wir hätten es auch unter dem ursprünglichen Plan im Griff gehabt", wird Lowe von 'F1News.Ru' zitiert. "Wir waren vorbereitet." Da konnte er von den Lenkrad-Problemen jedoch noch nichts ahnen.

Ab der nächsten Saison ist es den Teams verboten, per Funk Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs zu nehmen. Hinweise an die Fahrer, wie sie Probleme mit dem Auto beheben können, sind dann nicht mehr erlaubt. Vor allem dieser Punkt sorgte im Fahrerlager für erhebliche Diskussionen, denn dann dürften die Teams ihre Fahrer theoretisch per Funk auch nicht über Probleme informieren, welche die Sicherheit des Fahrzeugs gefährden.

In einem solchen Fall wird sich nach Einschätzung von Lowe aber auch durch die neuen Regeln nichts ändern, die Sicherheit gehe vor: "In diesem Punkt ist es egal, was in den Regeln über die Kommunikation am Funk geschrieben steht. Die Regeln dürfen und sollten uns nicht davon abhalten, Probleme am Auto zu beheben", erklärt er. Ähnlich sieht es auch McLaren-Pilot Jenson Button: "In diesem Fall wäre es wahrscheinlich besser, vom Team informiert zu werden und die Fünf-Sekunden-Strafe in Kauf zu nehmen."

Grundsätzlich erwartet Lowe durch die Regeländerung aber keine Zäsur in der Formel 1: "Generell sollte die Einführung dieser neuen Regeln kein großes Problem sein." Allerdings begrüßt er die Verschiebung auf 2015, da die Teams nun mehr Zeit haben, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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