Simona de Silvestro ist bei Sauber weiter wilkommen, aber vorerst nicht im Cockpit

Formel 1 2014

— 02.10.2014

Es floss kein Geld: Kaltenborn erklärt Aus für de Silvestro

Die Sauber-Teamchefin ist weiter Feuer und Flamme für das Projekt, musste aber im Sinne ihrer Verantwortung die Reißleine ziehen - Zukunft hängt vom Management ab



Ihr finanzieller Background und ihr strukturierter Stufenplan für den Weg in die Formel 1 schienen lange die großen Vorzüge der Simona de Silvestro. Genau diese Punkte haben rund ein halbes Jahr später zum vorläufigen Aus der "Swiss Miss" bei Sauber geführt, wie Monisha Kaltenborn im Vorfeld des Japan-Grand-Prix erklärt. Das Können am Volant spielte laut der Teamchefin keine Rolle: "Man braucht ein ganzes Paket. Auf was man sich einigt, muss man dann auch leisten", so Kaltenborn.

Offenbar bestand für Sauber ein beträchtliches finanzielles Risiko. De Silvestros Engagement war eng mit Strippenzieher Imran Safiulla und seinen Kontakten zur US-amerikanischen Atomindustrie verknüpft, die Substanz dieser Verbindung jedoch überschaubar: "So ist die Welt. Man mag etwas mögen und es unterstützten wollen, aber ich muss auch meine Verantwortung achten", erklärt Kaltenborn, betrachtet die Zusammenarbeit mit der 26-Jährigen aber ausdrücklich nicht als ein finanzielles Projekt.

Die Österreicherin erinnert sich an das erste Treffen mit de Silvestro, die in Eigeninitiative den Weg zu Sauber suchte: "Für uns ging es von Anfang an nur darum, ihr zu helfen und genau das habe ich vom ersten Tag an getan, als sie in unser Büro in Hinwil kam", unterstreicht Kaltenborn. "Wir wussten sehr genau um die Risiken für sie. Sie selbst akzeptierte. Ihre Motivation und ihre Bestimmtheit sind beeindruckend." Vor diesem Hintergrund glaubt Kaltenborn auch weiterhin an eine Perspektive.

Für Williams-Amazone Susie Wolff. die immerhin schon zwei Freitagseinsätze absolvierte, gibt es einen kleinen Seitenhieb: "Sie ist wohl die einzige Frau, die den Schritt in die Formel 1 schaffen könnte", lobt Kaltenborn nicht die Schottin, sondern Ex-IndyCar-Pilotin de Silvestro, für die bei Sauber noch nicht aller Tage Abend ist: "Wir mussten etwas unternehmen. Wir haben es getan und ich möchte sie weiter auf jedem erdenklichen Weg unterstützen. Deshalb habe ich gesagt, dass wir der Sache Zeit geben sollten."

De Silvestro war zu Saisonbeginn als Perspektivpilotin des Teams vorgestellt worden und hatte mehrere Tests in älteren Formel-1-Boliden absolviert, um die für die Formel 1 nötige Superlizenz zu erwerben und sich für ein Renncockpit der Saison 2015 zu empfehlen. Am Mittwoch war jedoch durchgesickert, dass die Schweizerin aufgrund vertraglicher Schwierigkeiten weder zu ihrem Freitagseinsatz in Austin noch zu weiteren Testchancen kommt. Die Zukunft steht in den Sternen: "Ich weiß nicht, ob ich etwas für sie tun kann. Es hängt von ihrem Management sowie dessen Standpunkt und Plänen ab", blickt Kaltenborn voraus.

Fotoquelle: xpbimages.com

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