Marco Mattiacci wünscht sich mehr Freiheit für die Antriebsentwicklung

Formel 1 2014

— 02.10.2014

Mattiacci für Antriebsentwicklung: "Kostet nicht mehr"

Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci plädiert erneut für mehr Freiheit bei der Antriebsentwicklung: Davon würden auch die Kundenteams profitieren



Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci hat sich erneut dafür ausgesprochen, den Herstellern bei der Weiterentwicklung der Antriebe mehr Freiheiten als bisher zu gewähren. Der Italiener plädiert insbesondere dafür, die Entwicklung nicht nur in der Winterpause, sondern auch während der laufenden Saison voranzutreiben. Das Argument zusätzlicher Kosten weist der Ferrari-Teamchef zurück. "Es kostet nicht mehr Geld, denn der Umfang der Entwicklung bleibt gleich", so Mattiacci gegenüber der Online-Ausgabe des Fachmagazins 'auto, motor und sport'.

Neben Ferrari hat sich auch Renault dafür ausgesprochen, die Einschränkungen bei der Entwicklung der Antriebe zu lockern. Mercedes hingegen sträubt sich dagegen. Der deutsche Hersteller sieht seine Vormachtstellung bei den aktuell eingesetzten Hybrid-Antrieben in Gefahr.

Mattiacci hingegen bestreitet einmal mehr den Vorwurf, er plädiere nur deshalb für eine Änderung der bestehenden Regeln, weil Ferrari mit seinem Antrieben im Hintertreffen sei. "Wir stehen dahinter, weil es gut für den Sport ist", betont der Teamchef. Ferrari sei dadurch nicht einseitig im Vorteil. "Mercedes darf ja auch seinen Motor weiterentwickeln", so der Italiener.

Von eine Antriebsentwicklung in der laufenden Saison würden aus Sicht von Mattiacci zudem nicht nur die Werksteams, sondern vor allem auch die Kundenteams profitieren. "Wenn ich in der Saison mit dem Stand des Motors von Ende Februar leben muss, dann haben die Kundenteams keine Chance sich zu verbessern", so Mattiacci. Das könne für sie im Kampf gegen Kundenteams anderer Hersteller ein erheblicher Nachteil sein, der sich am Ende der Saison durch eine schlechtere Platzierung in der Konstrukteurswertung auch finanziell auswirken könne.

Und nicht zuletzt hätten auch die Fans etwas davon, wenn die Hersteller einen Rückstand beim Antrieb während der laufenden Saison aufholen könnten. Dies entspreche dem Geiste des Sports, meint Mattiacci. "Formel 1 ist Unterhaltung. Die bleibt auf der Strecke, wenn man die Entwicklung einfriert."

Aktuell sind Veränderungen am Antrieb während der laufenden Saison nur dann erlaubt, wenn sie die Zuverlässigkeit erhöhen oder die Kosten senken. Weiterentwicklungen, welche der Leistungssteigerung dienen, sind nur in der Winterpause möglich, sollen in den nächsten Jahren aber schrittweise weiter eingeschränkt werden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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