Luca di Montezemolo & Fernando Alonso: Verabschieden sie sich gemeinsam?

Formel 1 2014

— 03.10.2014

Di Montezemolo räumt ein: Alonso-Abschied möglich

Der scheidende Ferrari-Präsident spricht bereits von einer respektvollen Trennung, hofft aber weiter auf eine Alonso-Zukunft in Maranello: "Ich wäre glücklich"



Der Formel-1-Transfermarkt scheint im Herbst 2014 wie gelähmt. Die Piloten, ihre Manager und die Teamchefs warten auf den großen Knall, um ihre Optionen zu sondieren. Eben den soll es in Maranello geben, wo sich seit Monaten ein Abschied Fernando Alonsos von Ferrari abzeichnet. Die Frage, wer in der kommenden Saison für die Scuderia fährt, ist komplett offen. "Ich bin mir sicher, dass wir eine Lösung finden, wie auch immer sie aussieht", bleibt Luca di Montezemolo vage.

Der scheidende Ferrari-Präsident ist in die Verhandlungen mit dem spanischen Starpiloten nicht mehr involviert. Während Alonso am Rande des Japan-Grand-Prix Gespräche führt, repräsentiert di Montezemolo die Mythosmarke auf dem Pariser Autosalon. Teamchef Marco Mattiacci soll bei der Personalplanung federführend wirken, Gerüchten aus Italien zufolge liegen der neue Mann am Kommandostand und Alonso allerdings im Clinch. Eine gute Ausgangsposition sieht anders aus.

Das liegt auch daran, dass McLaren und Honda spanischen Medienberichten zufolge mit einem 50-Millionen-Euro-Deal winken. Ferrari kann oder will diese Summen offenbar nicht mitgehen und weiß sportlich ebenfalls nicht zu überzeugen. Dennoch hofft di Montezemolo auf die Treue des zweifachen Weltmeisters: "Gibt er bekannt, dass er bleibt, wäre ich glücklich", so der 67-Jährige. "Sollten wir unsere Zusammenarbeit beenden, tun wir das auf die bestmögliche Art und Weise."

Entscheidung "in den kommenden Tagen"

Ähnlich konkret sprach bisher nur der designierte Ferrari-Präsident und aktuelle FIAT-Boss Sergio Marchionne über einen Alonso-Abgang. Von di Montezemolo, der sich auch in Krisenzeiten immer hinter den Asturierer stellte, gibt es warme Worte für den Schützling: "Er hat in den vergangenen vier Jahren einige fantastische Rennen gefahren", schwärmt er in dem Wissen um Ungewissheit: "Ich muss Alonso danken, ob er bleibt oder nicht. Er hat für Ferrari so viel geleistet."

Di Montezemolo pocht gleichzeitig auf den Vertrag, der Alonso bis Ende 2015 an die Scuderia bindet. Ob es die rumorte Ausstiegsklausel bei mangelndem sportlichen Erfolg gibt, lässt er offen. "In den kommenden Tagen wird es eine endgültige Entscheidung geben - mit gegenseitigem Respekt", verspricht der Mann mit dem blauen Sakko. Alonso jedenfalls wäre es genehm, den Journalisten nicht mehr ständig über einen möglichen Abgang Auskunft geben zu müssen.

Zuletzt wirkte er genervt: "Es sind alles nur Gerüchte", erklärt der 33-Jährige am Rande des Japan-Grand-Prix. "Wenn ich mit den Mechanikern beim Abendessen sitze, fragen sie mich, was ich tun werde. Das stimmt mich traurig. Ich stelle die Interessen des Teams und der Tifosi über meine eigenen." Fraglich ist nur, wie diese aussehen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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