Regen in Suzuka: Die Zuschauer sollten auf keinen Fall den Schirm vergessen

Formel 1 2014

— 03.10.2014

Chaos droht: Meteorologen empfehlen früheren Rennstart

Der Taifun soll ab Samstagabend über Suzuka wüten, am Sonntag ließe sich ein (Regen-)Rennen aber wohl noch durchführen - Abreise der Teams gefährdet



Über das Wetter zu sprechen ist im Formel-1-Paddock in Suzuka mehr als verlegener Small Talk. Der Taifun Phanfone, der in die Kategorie vier von fünf möglichen Intensitätsstufen eingeordnet wird, rast auf das japanische Festland zu und befindet sich am frühen Freitagabend (Ortszeit) noch rund 1200 Kilometer vor der Küste. "Wir gehen davon aus, dass am Montag Chaos herrschen wird", sagt UbiMet-Chefmeteorologe Steffen Dietz bei 'Sky' und berichtet: "Die FIA ist besorgt."

Offenbar so besorgt, dass ein vorgezogener Rennstart am Sonntag - etwa um 11:00 Uhr Ortszeit (4:00 Uhr MESZ) - immer wahrscheinlicher wird. Die Entscheidung soll noch am heutigen Freitag fallen, schließlich sehen die Prognosen für die reguläre Startzeit um 15:00 Uhr Ortszeit (8:00 Uhr MESZ) im wahrsten Sinne des Wortes düster aus. Neben den erwarteten Niederschlägen ist auch die einbrechende Dunkelheit ein Problem.

Dietz hat Wettermodelle und Berechnungen seines Expertenteams genau im Blick. Das Qualifying wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Trockenen stattfinden. "Erst am Samstagnachmittag beziehungsweise Abend kommen die ersten Wolkenfelder", so der Diplom-Meteorologe, der in der Folge mit Niederschlägen rechnet. "Im Detail ist es noch nicht so gut abzuschätzen. Bei tropischen Wirbelstürmen kann man von sehr hoher Intensität ausgehen. Gewitter werden eingelagert sein."

Klar ist aber, dass es im Laufe des Sonntag nasser und nasser werden wird. Möglicherweise so stark, dass an Fahrbetrieb nicht mehr zu denken ist. Der Wind ist zunächst kein Problem, könnte später mit Orkanstärke aber Abbau und Abreise der Teams zum Rennen im russischen Sotschi stören. "Es ist wahrscheinlich, dass in der Nacht das Auge des Taifuns knapp an Suzuka vorbeizieht, mit Böen von vielleicht bis zu 150 km/h. Das ist nicht zu unterschätzen", warnt Dietz.

Lewis Hamilton bleibt gelassen: "Wir sind auf alles vorbereitet. Das wäre doch mal spannend, ein Rennen vorzuziehen und vielleicht sogar schon am Samstag zu fahren", sagt der Mercedes-Star gegenüber 'Sky Sports F1' und hat etwas mit Sebastian Vettel gemeinsam: "Es spielt doch keine Rolle", erklärt der Deutsche mit Verweis auf die Startzeit ebenfalls sehr entspannt. "Es wäre aber schade, sollte es zu stark regnen, dann könnten wir gar nicht fahren. Sonst gibt es Regenreifen und die können wir ja auch benutzen." Nico Rosberg beobachtet die Prognosen derweil für eine optimale Vorbereitung: "Ich muss es natürlich in Hinblick auf das Setup in Betracht ziehen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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