Ron Dennis hat Jenson Button derzeit weder Gutes noch Schlechtes mitzuteilen

Formel 1 2014

— 04.10.2014

McLaren mauert: Kein Vertrag, kein Kommentar

Ron Dennis hat mit Personalentscheidungen keine Eile: Button und Magnussen müssen schmoren, weil Alonso mindestens eine Option ist



McLaren hat den Ruf, nicht nur "very british", sondern auch ein konservativer Laden zu sein. Dass das kein Klischee, sondern Tatsache ist, zeigte sich in der Medienrunde des Teams am Samstag in Suzuka. Natürlich wollten die versammelten Journalisten von Rennleiter Eric Boullier, Jenson Button und Kevin Magnussen wissen, was Sebastian Vettels unausweichlicher Ferrari-Wechsel für ihre Zukunft bedeutet. Statt Antworten gab es in aller Öffentlichkeit einen Maulkorb von Ron Dennis.

Der McLaren-Geschäftsführer und omnipräsente Patron des Teams kam für ein Statement in die Hospitality, Nachfragen waren nicht gestattet. "Wir haben keinen Vertrag mit irgendeinem Fahrer", stellt Dennis mit Blick auf die Saison 2015 klar und fügt an: "So einfach ist das." Offenbar verfügt die Truppe aber über Optionen auf ihre beiden aktuellen Piloten, die in laufenden Vereinbarungen festgehalten sind. Gebrauch hat McLaren (noch) nicht gemacht und schiebt die Personalplanung auf die lange Bank.

Dennis betont: "Es genießt bei uns keine Priorität. Natürlich führen wir aber Gespräche und tun alles, was von uns erwartet wird." Der 67-Jährige sieht ein, dass er seine beiden Schützlinge mit dieser Politik in eine unvorteilhafte Situation manövriert. Button und Magnussen müssen abwarten und sind ohne Klarheit bei anderen Teams in schlechter Position. Trotzdem fordert Dennis wegen der strategischen Hintergründe Einsicht: "Diese Lage ist nicht toll, wenn man Jenson oder Kevin heißt, aber Realität."

Wenn Alonso passt, "dann gerne"

Beide würden verstehen, dass es oberste Priorität genieße, ein siegfähiges Auto auf die Beine zu stellen, mit dem Grand-Prix-Erfolge wieder möglich sind. Immerhin garniert Dennis die harten Worte mit einigen der warmen Sorte und schneidet dabei auch den Wechsel Fernando Alonsos nach Woking an, den nun alle Experten erwarten: "Wir sind für alle Piloten sehr attraktiv und sind es hoffentlich auch noch für die beiden. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass sie wieder bei uns in den Autos sitzen."

Zaghaft äußert sich Button doch zum neuen Tohuwabohu auf den Transfermarkt: "Sebastian war eine Überraschung, weil ihr vier Monate kein Wort darüber verloren habt", scherzt er mit den Journalisten, ohne die Sache zu interpretieren: "Jeder hat seine Gründe zu glauben, warum das Gras woanders grüner ist." Spekulationen, er würde sich Porsches Langstrecken-Projekt anschließen, verbannt er ins Reich der Fabel: "Davon höre ich zum ersten Mal. Ich will bei McLaren Rennen fahren."

Der Ex-Weltmeister will jetzt die Früchte ernten, auf die er in der Krise der "Chrompfeile" hingearbeitet hat. Boullier bleibt unverbindlich, wenn es um Alonso geht: "Wenn er in unsere Strategie passt, ja gerne", sagt er über den Spanier, deutet aber auch auf Button und Magnussen: "Genauso sehr wie die zwei Kerle neben mir." Das ist schlecht miteinander vereinbar, wenn es nur zwei Cockpits gibt. "Vielleicht drei Autos?", fragt sich Boullier. "Warum nicht? Man weiß es doch nicht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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