Die Formel-1-Piloten sollten die Schwimmflügel einpacken

Formel 1 2014

— 04.10.2014

Wetterfrösche sicher: Taifun beschert Regenrennen

Auch wenn unklar ist, wie viel Niederschlag sich über Suzuka ergießt, kommen die Piloten wohl nicht trockenen Fußes zu ihren Autos - Alonso findet es "verzwickt"



Es ist lange her, dass die Formel 1 ein Rennen im Starkregen ausgetragen hat. Der Japan-Grand-Prix am Sonntag wird diesen Bann unausweichlich brechen, schließlich hat sich die FIA trotz Taifun-Warnung für einen Start um 15:00 Uhr Ortszeit (8:00 Uhr MESZ) entschieden. Die jüngsten Prognosen des Wetterdienstes UbiMet sagen eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von 80 Prozent voraus, in den zwei Rennstunden sollen 3,8 Millimeter Regen fallen. Danach wird es stürmisch.

Steffen Dietz beobachtet den am Samstagabend noch rund 1000 Kilometer entfernten Phanfone, der auf der Intensitätsstufe vier von fünf rangiert, ganz genau: "Er hatte sich etwas abgeschwächt, wurde aber wieder hochgestuft. Für uns hat das keine weiteren Auswirkungen", beschreibt der Chefmeteorologe bei 'Sky'. "Die Zugbahn wird sich so entwickeln wie erwartet. Zu Rennbeginn liegt er südwestlich von uns. Es wird einiges an Regen geben. Im Detail kann man noch nicht genau sagen, wann es kräftiger und wann er schwächer sein wird."

Wenn die Boliden rollen, sind die Windgeschwindigkeiten noch moderat: 23 Kilometer pro Stunde sind angekündigt, was keine Gefährdung darstellt: "Der Wind wird erst am Abend richtig stark", befürchtet Dietz mit Blick auf den Abbau und die Weiterreise der Teams sowie auf den frühen Montagmorgen. "Wenn sich das Zentrum des Taifuns nähert. Das ist nach wie vor eine gefährliche Situation." Die Fahrer sind gespannt darauf, welche Bedingungen sie erwarten.

Wolff: Flugausfälle wären überwindbare Hürde

Fernando Alonso freut sich nicht unbedingt, wieder Bekanntschaft mit Nässe zu machen und den profilierten Pirelli-Pneus unter Extrembedingungen auf den Zahn zu fühlen: "In den vergangenen zwei Jahren hatten wir kein richtiges Regenrennen", meint der Ferrari-Pilot und will zu Beginn vorsichtig agieren: "Die erste Rennrunde im Regen ist immer eine verzwickte Sache. In Suzuka ist selbst auf trockener Strecke schnell ein Zwischenfall passiert, weil es so einfach ist, hier einen Fehler zu machen."

An einen großen Setuppoker im Qualifying und mögliche Überraschungen glaubt Jenson Button nicht: "In der heutigen Formel 1 gibt es bei der Nass- und Trockenabstimmung keine wirklich großen Unterschiede mehr", weiß der Brite. Mit seiner ihm eigenen Gelassenheit reagiert Toto Wolff auf die düsteren Wetterprognosen: "Super-Taifun hört sich super aufregend an", schmunzelt der Mercedes-Motorsportchef. "Ich habe aber das Gegenteil gehört. Es könnte zwar regnen, aber auch trockene Abschnitte geben."

Trotzdem wollen die Silberpfeile ihre Fracht nach dem Grand Prix so schnell wie möglich ins Flugzeug und auf den Weg nach Sotschi bringen, wo schon am kommenden Wochenende das nächste Rennen steigt. "Wenn der Sturm generell den Luftverkehr treffen sollte und die Flugzeuge nicht fliegen sollten, bekommen wir ein Problem. Die Formel 1 hat aber schon größere Hürden als zwölf oder 24 Stunden Verspätung genommen", meint Wolff. Dennoch müssen die Einwohner Suzukas laut UbiMet mit Überflutungen und Sturmschäden bei Orkanböen mit einer Geschwindigkeit um 120 Kilometer pro Stunde und 100 Liter Regen pro Quadratmeter binnen weniger Stunden rechnen.

Fotoquelle: UBIMET

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