Jules Bianchi bekommt die Hilfe eines weltbekannten Hirnchirurgen

Formel 1 2014

— 07.10.2014

Schumacher-Arzt bei Bianchi, FIA leitet Untersuchung ein

Der Franzose wird seit Dienstag von Gerard Saillant behandelt - Neuigkeiten im Laufe des Tages möglich - Jean Todt verlangt rasche Aufklärung



Am zweiten Tag nach dem schweren Unfall Jules Bianchis beim Japan-Grand-Prix in Suzuka gibt es weiter keine neue Stellungnahme zum Gesundheitszustand des 25-Jährigen. Jedoch ist der bekannte Traumachirurg Gerard Saillant im Allgemeinen Krankenhaus in Yokkaichi, in dem Bianchi behandelt wird, eingetroffen. "Wenn wir mit Saillant die Situation erörtert haben, werden wir mit Ihnen sprechen", ließ Bianchis Vater Philippe vor der Klinik ausharrenden Medienvertretern am Dienstag mitteilen.

Demnach sollte auch Manager Nicolas Todt ebenfalls noch im Laufe des Tages in Yokkaichi eintreffen und zu Vertretern des Marussia-Teams sowie Ferraris stoßen, die seit Sonntag im Krankenhaus ausharren. Saillant gehörte im vergangenen Winter nach dem schweren Skiunfall von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher zum Medizineream der Klinik in Grenoble. Der 69-Jährige zählt zu den Vertrauensärzten des Deutschen und gilt international als Koryphäe auf dem Gebiet der Hirnchirurgie.

Derweil hat FIA-Präsident Jean Todt, der am Wochenende nicht in Suzuka an der Strecke war, von Rennleiter Charlie Whiting nach Informationen des 'Telegraph' telefonisch eine detaillierte Untersuchung des Vorfalls um Bianchi gefordert. Auch die japanischen Behörden ermitteln und haben deshalb an der Unfallstelle das Auto und weitere potenzielle Beweismittel beschlagnahmt. Ergebnisse sollen der FIA schon in wenigen Tagen, spätestens vor dem Rennen im russischen Sotschi vorliegen. Dabei wird es allen voran um das Bergungsfahrzeug gehen, mit dem Bianchi kollidiert ist.

Ex-Formel-1-Piloten hatten den Einsatz der Radlader wegen ihrer Beschaffenheit kritisiert und angeregt, sie zumindest bei schwierigen Wetterverhältnissen nicht mehr auszusenden. Jacques Villeneuve ging mit seiner Forderung sogar so weit, nach US-amerikanischem Vorbild bei jedem Vorfall das Safety-Car auf die Stecke zu beordern. In der Untersuchung eine Rolle spielen werden auch die einbrechende Dunkelheit und die Tatsache, dass Suzuka klassisch mit Kiesbetten und nicht mit asphaltierten Auslaufzonen ausgestattet ist.

Bianchi war am vergangenen Sonntag in Suzuka auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Boliden unter einen das Auto von Adrian Sutil bergenden Radlader gerast. Dabei hatte der Marussia-Fahrer schwere Kopfverletzungen erlitten. Bianchi ist nach dem Crash offiziellen Angaben zufolge einmal operiert worden. Im jüngsten Bulletin der Klinik bezeichneten die behandelnden Mediziner seinen Zustand als "kritisch, aber stabil".

Fotoquelle: xpbimages.com

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