Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo kommen gut miteinander aus

Formel 1 2014

— 09.10.2014

Riccardo: Vettel ist vielleicht mehr frustriert als er zugibt

Daniel Ricciardo glaubt, dass die bisher sieglose Saison innerlich an Teamkollege Sebastian Vettel nagt, was der Deutsche aber gut im Griff habe



Mit neun Siegen in Folge nach der Sommerpause schrieb Sebastian Vettel in der vergangenen Formel-1-Saison Geschichte, doch weder der viermalige Weltmeister noch seine Fans hätten wohl erwartet, dass sein Triumph beim Großen Preis von Brasilien 2013 auch mehr als zehn Monate später noch sein bisher letzter in der Formel 1 ist. Teamkollege Daniel Riccardo glaubt, dass dem Deutschen diese lange Zeit ohne Sieg mehr zu schaffen macht, als er nach außen zugibt.

"Vielleicht ist er tief in sich drin etwas mehr frustriert als er zugibt", sagt der Australier. "Das kann schon sein. Ich bin mir sicher, dass er in dieser Saison liebend gern noch ein Rennen gewinnen würde." Das man mit dem Red Bull Rennen gewinnen kann, hat Riccardo in dieser Saison schon drei Mal unter Beweis gestellt und damit die interne Rollenverteilung auf den Kopf gestellt.

Das Verhältnis der beiden Teamkollegen zueinander habe das aber nicht beeinträchtigt. "Mir gegenüber hat sich Seb nicht verändert. Er war auch nach meinem dritten Sieg noch immer absolut fair und brachte mir Respekt entgegen", sagt Ricciardo. "Er hat seine Frustration, die sicher irgendwo vorhanden ist, mir gegenüber gut im Griff."

Das muss Vettel aber nur noch vier Rennen lang tun, denn am Ende der Saison wird der Heppenheimer Red Bull verlassen und sich einem neuen Rennstall anschließen. Dass Vettel die Red-Bull-Familie nach langen Jahren verlässt und sein Glück anderswo sucht, kann Ricciardo nachvollziehen. "Er hat vier WM-Titel mit Red Bull gewonnen und nun offenbar woanders ein Angebot bekommen. Da hat er sich wohl gedacht, bevor er zu alt für diesen Sport ist, nimmt er die neue Herausforderung an."

Statt Vettel wird in der nächsten Saison Daniil Kwjat an der Seite von Ricciardo fahren. Nach nur einer Saison bei Toro Rosso steigt der junge Russe ins A-Team von Red Bull auf. Auch aus Sicht von Riccardo eine mutige Entscheidung, doch für Mut wurde Red Bull in der Vergangenheit schon belohnt. "Man könnte auch meine Verpflichtung vor einem Jahr als gewisses Risiko ansehen, aber ich denke, das Risiko hat sich ausgezahlt", sagt Ricciardo.

"Daniil besitzt zwar noch nicht ganz so viel Erfahrung, aber ich glaube, das Team glaubt genauso an ihn wie das vor einem Jahr mit mir der Fall war", so der 24-Jährige, der damit zum Teamleader aufsteigt. "Jetzt liegt es an ihm, sich zu beweisen. Meine Aufgabe wird es sein, ihm das Leben schwer zu machen (lacht; Anm. d. Red.)", lautet Ricciardos Kampfansage an Kwjat. "Wir kommen aber gut miteinander aus. Ich sehe in seinem Einstieg ins Team kein Problem."

Fotoquelle: xpbimages.com

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