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Formel 1 2014

— 10.10.2014

Reifen fordern Mercedes heraus: Setup-Versuch gescheitert

Weil die Reifen kaum auf Temperatur kommen, riskierte Mercedes bei Nico Rosberg einen Setup-Trick, der aber völlig daneben ging - Konkurrenz stärker als erwartet



Mercedes macht auch auf dem neuen Kurs in Sotschi einen dominanten Eindruck. Die Silberpfeile waren zum Auftakt in beiden Trainings an der Spitze. Zuerst hatte Nico Rosberg die Nase vor Lewis Hamilton, am Nachmittag war es dann der WM-Leader, der in 1:39.630 Minuten die klare Tagesbestzeit aufstellte. Der Brite war damit 0,864 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Kevin Magnussen im McLaren.

Rosberg probierte am Nachmittag ein Experimental-Setup aus, das sich nicht bewährte. Das zeigt schon der Abstand von 0,912 Sekunden, der Hamiltons Herausforderer nur den vierten Platz einbrachte. Immerhin passte aber bei beiden Autos die Zuverlässigkeit: Insgesamt kam man auf 113 Runden, was zwei Renndistanzen entspricht, technische Probleme traten nicht auf.

Rosberg-Trick ging schief

"Das Auto fühlte sich heute ziemlich gut an", freut sich Hamilton, der die vergangenen drei Grands Prix für sich entschied. "McLaren scheint nah dran zu sein. Das ist großartig für alle Beteiligten, da es für ein spannendes Rennen sorgen sollte. Wir haben eine gute Fahrzeugbalance, und es sieht insgesamt gut aus. Aber es liegt noch Arbeit vor uns, um uns für morgen weiter zu steigern."

Rosberg zieht hingegen ein durchwachsenes Fazit: "Aus Ingenieurssicht war das heute ein sehr produktiver Tag. Das Team entschied sich dazu, zwei verschiedene Setup-Wege einzuschlagen. Ich probierte im zweiten Training ein sehr kreatives Setup an meinem Auto aus, das leider nicht funktionierte. Deshalb werden wir morgen zur konservativeren Variante zurückkehren. Lewis war damit heute sehr schnell."

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff rechnet damit, dass sich die Strecke morgen in einem völlig anderen Zustand präsentieren wird: "Wie auf jeder neuen Strecke war die Oberfläche heute noch sehr grün. Wir müssen noch mehr darauf fahren, damit das Grip-Niveau zunimmt. Im Verlauf beider Trainings konnten wir aber bereits feststellen, dass die Rundenzeiten stetig fielen. Die Bedingungen werden sich am weiteren Wochenende wohl noch weiter verbessern."

Reifen bereiten Mercedes Probleme

Ihm ist bewusst, dass in Hinblick auf das Setup heute nicht alles glatt lief: "Jetzt müssen wir sicherstellen, dass wir beim Setup die richtigen Entscheidungen treffen." Offenbar war das Setup-Experiment bei Rosberg darauf zurückzuführen, dass Mercedes Mühe hatte, die Reifen auf dem glatten Asphalt in Sotschi am ersten Tag zum Arbeiten zu bringen.

Denn genau das bezeichnet der Technikverantwortliche Paddy Lowe als "größte Herausforderung. Diese Probleme scheinen alle Teams gleichermaßen zu haben. Wir haben zwischen den Trainings hart daran gearbeitet, um ein paar Veränderungen vorzunehmen, wenn auch mit mäßigem Erfolg."

Der Brite glaubt, dass die Konkurrenz in Sotschi trotz Hamiltons Top-Zeit eine Gefahr darstellen kann - vor allem McLaren gab eine sehr gute Figur ab: "Einige unserer Gegner sahen heute sehr schnell aus. Positiv ist aber, dass wir auf Seiten der Zuverlässigkeit einen problemfreien Tag erlebt haben. Dennoch liegt ein arbeitsreicher Abend voller Analysen vor uns."

Fotoquelle: xpbimages.com

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