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Formel 1 2014

— 11.10.2014

Knapper als erwartet, aber immerhin: Mercedes bejubelt Pole

Bei Mercedes ist man mit der Sotschi-Premiere zufrieden: Lewis Hamilton holt sich vor Nico Rosberg die Pole, doch die Konkurrenz lauert bereits...



Knapper als erwartet war es, doch am Ende standen im Qualifying von Sotschi wieder einmal die beiden Silberpfeile vorne. Lewis Hamilton darf sich Premieren-Polesetter nennen und verwies Nico Rosberg wieder einmal auf Rang zwei. "Meine Runde war seltsamerweise nicht so stark wie im Training, aber ich bin dankbar, dass ich zum ersten Mal die Pole habe", resümiert der Brite im Anschluss.

Doch dass er seine Bestzeit am Ende nicht noch einmal unterbieten konnte, war ihm im Anschluss eigentlich egal - Hauptsache Pole! "Die Pole ist ein guter Start. Das Team hat das ganze Jahr über einen super Job bei der Entwicklung gemacht. Es ist großartig hier, das Wetter ist toll, und mir macht die Strecke wirklich Spaß", lobt der Silberpfeil-Pilot.

Dabei war es für den WM-Führenden, der zuletzt dreimal in Folge gewinnen konnte, kein Spaziergang im Park, wie man vielleicht zuvor annehmen konnte. Denn Teamkollege Nico Rosberg lag gerade einmal zwei Zehntel zurück, Valtteri Bottas im Williams fehlten nur vier Zehntel auf die Pole. "Die Session war nicht einfach, weil die Jungs hier wirklich stark waren", zollt er Respekt.

Doch das wird Rosberg nicht viel nützen. Eigentlich muss er alles daran setzen, im WM-Kampf vor Hamilton zu stehen, doch heute, muss er zugeben, war nicht mehr drin als Rang zwei: "Heute war Lewis schneller, wie schon am ganzen Wochenende. Ich habe hart gearbeitet, um näher ranzukommen, aber ich konnte nicht näher als diese zwei Zehntel kommen. Aber so ist es, ich muss das akzeptieren", sagt der Wiesbadener.

Doch statt die Pole anzugreifen, musste der Deutsche am Ende sogar aufpassen, dass er nicht noch Rang zwei an Bottas verliert, der nach zwei Sektoren auf Bestzeitkurs lag, es am Ende aber übertrieb. "Hinter mir war Valtteri ziemlich schnell, von daher musste ich auch ihn im Auge behalten, aber die erste Startreihe ist definitiv okay, und von da aus ist morgen alles möglich", sagt Rosberg. Und auch Toto Wolff atmet bei 'Sky' durch: "Es war ziemlich eng. Wir hatten Glück, dass Bottas im dritten Sektor einen Fehler gemacht hat."

Auch morgen hat der Österreicher Respekt vor dem Williams-Piloten, den er viele Jahre lang betreut hat: "Ich denke, die haben auch eine hohe Geschwindigkeit auf der Gerade. Es wird am Anfang wichtig sein, Bottas hinter uns zu halten und dann wichtige Punkte auf Ricciardo gutzumachen, denn die Fahrer-WM ist immer noch offen", so der Motorsportchef.

Soweit denken die Piloten selbst noch nicht. Sie haben höchstens das morgige Rennen und den Start im Blick: "Morgen wird der Weg in die erste Kurve lang sein, wir werden sehen, wie es funktioniert", blickt Hamilton voraus. "Heute lief es gut, und ich hoffe, dass es morgen noch besser läuft und wir eine gute Show abziehen können." Auch Rosberg rechnet aus seiner Sicht mit einem interessanten aber vor allem wichtigen Rennen. Denn im Qualifying darf der Wiesbadener den Kürzeren ziehen, im Rennen aber nicht.

Fotoquelle: xpbimages.com

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