Sebastian Vettel und Dietrich Mateschitz bildeten lange eine Einheit

Formel 1 2014

— 13.10.2014

Red Bull: Vettels Ausstiegsklausel sollte gestrichen werden

Hinter den Kulissen zeichnete sich der Abschied des Deutschen seit der Sommerpause ab - Dietrich Mateschitz hat Verständnis für den "Nimbus Ferrari"



Der am Rande des Japan-Grand-Prix verkündete Red-Bull-Abschied Sebastian Vettels ließ die Formel-1-Welt damit aus allen Wolken fallen. Bei den Österreichern waren die Kontakte des Weltmeisters zu einem anderen Teams jedoch bekannt: "Wir haben seit Längerem gewusst, dass Sebastian verhandelt", sagt Patron Dietrich Mateschitz der 'Kleinen Zeitung'. Sein Kompagnon Helmut Marko fügt im Gespräch mit dem Blatt hinzu: "Gegen Ende der Sommerpause wurden die Anzeichen deutlicher."

Red Bull wollte vor diesem Hintergrund eine schnelle Vettel-Entscheidung forcieren und erhöhte den Druck, um Planungssicherheit für 2015 zu gewinnen: "Wir haben gedrängt, dass Vettel seine Ausstiegsklausel sofort wahrnimmt oder dass sie gestrichen wird. Beides hat sein Management abgelehnt", schildert Marko. Böses Blut gibt es zwischen dem viermaligen Weltmeister und seinem Erfolgsteam nicht. Die Verantwortlichen verstehen die Entscheidung für einen Tapetenwechsel und gegen den langjährigen Förderer sogar.

Mateschitz spricht offen aus, wo es Vettel im Winter hinziehen wird: "Manchmal ist es Zeit für Veränderungen. Der Nimbus von Ferrari, die Chance, Ferrari zurück an die Spitze zu führen - ich habe vollstes Verständnis." Marko versichert, der 27-Jährige habe sich die Entscheidung alles andere als leicht gemacht und sie zum richtigen Zeitpunkt getroffen. Die Konsequenz: Vettel wird ab sofort nicht mehr in die Entwicklung für 2015 einbezogen und über die Fortschritte in Milton Keynes nicht weiter informiert.

Die Entscheidung, den erst 20-jährigen Daniil Kwjat als Nachfolger zu verpflichten, sei binnen "weniger Minuten" gefallen. "Wir waren ja vorbereitet, wir hatten einen Plan B", sagt Marko. Mateschitz glaubt, dass der Russe die Beförderung von Toro Rosso mit dem fünften Platz im Qualifying von Sotschi gerechtfertigt hätte. "Kwjat ist eines der großen Ausnahmetalente der Formel 1", hagelt es ein dickes Lob vom Chef.

Fotoquelle: Red Bull

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