Sotschi: Nico Rosbergs Überholversuch gegen Lewis Hamilton ging völlig daneben

Formel 1 2014

— 14.10.2014

Coulthard: "Rosberg muss Hamilton endlich die Stirn bieten"

Während Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard Nico Rosberg im direkten Duell mit Lewis Hamilton unter Zugzwang sieht, lobt Toto Wolff die tolle Zusammenarbeit seit Spa



Neun Siege in 16 Rennen - alles spricht für Lewis Hamilton im Titelkampf gegen Nico Rosberg. Der Wiesbadener hat seinen bislang letzten Grand Prix in Deutschland Ende Juli gewonnen und sich zuletzt mit Fahrfehlern in eine ungünstige Position gebracht. Doch nicht nur das: Auch sein Defekt in Singapur hatte großen Einfluss darauf, dass er derzeit die schlechteren Karten hat.

17 WM-Punkte sind es nun, die Rosberg hinter Hamilton liegt - und das drei Rennen vor Schluss. Ist da schon eine Vorentscheidung gefallen? "Nein, das glaube ich nicht", ist Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard gegenüber 'ServusTV' sicher. "Es gibt ja jetzt in Abu Dhabi die doppelte Punktezahl."

Ihm ist aber bewusst, dass Rosberg nun eine Herkulesaufgabe stemmen muss, will er das Titelduell drehen. "Die Dynamik spricht jetzt für Hamilton. Er scheint einfach ein bisschen mehr Speed zu haben als Rosberg", sieht der Schotte Hamilton als den schnelleren Mann.

Muss sich Rosberg profilieren?

Rosberg habe sich vor allem im Zweikampf nicht ausreichend profiliert, um von einem verdienten WM-Titel sprechen zu können, findet Coulthard: "Er hat dieses Jahr noch nicht gezeigt, dass er Hamilton im direkten Duell die Stirn bieten kann. Das muss er beweisen - dass er einer ist, der im Duell mit dem Konkurrenten den Titel holen kann."

Dass dieser Kampf nicht nur auf der Rennstrecke ausgetragen wird, sondern auch hinter den Kulissen, ist Coulthard klar, schließlich war dieser 2001 Vizeweltmeister. "Da gibt es natürlich viele kleine Spielchen", grinst er - und verweist auf das Williams-Stallduell 1987 zwischen Nigel Mansell und Nelson Piquet.

"Piquet hat damals gesagt, die Frau des Konkurrenten sei hässlich", erinnert sich Coulthard. "Das ist natürlich überhaupt nicht sportlich." Es gäbe aber auch einen sportlichen Weg: "Da musst du einfach mit deinen Ingenieuren arbeiten, mit deinen Designern arbeiten, damit du einen Vorteil hast. Am Ende, wenn es sich zeigt, wer der Beste ist, da muss der Fahrer dafür sorgen, dass die Dynamik ganz auf seiner Seite ist, den Titel zu holen."

Wolff: Seit Spa Verhältnis der Piloten "wieder intakt"

In Spa-Francorchamps kam es zwischen den beiden Rivalen zum großen Krach, als Rosberg im Zweikampf nicht zurücksteckte, Hamiltons Mercedes berührte, dabei dessen Hinterreifen aufschlitzte und dessen Rennen zerstörte. Trotz vieler Diskussionen um die Eiszeit zwischen den Stallrivalen herrscht laut Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff seit dem Zwischenfall ein sehr konstruktives Klima.

Seit Spa sei das Verhältnis zwischen den Piloten "wieder absolut intakt", sagt der Österreicher gegenüber der 'SportWoche'. "Du kannst dir ja gar nicht vorstellen, wie gut und konstruktiv Hamilton und Rosberg in den Briefings miteinander arbeiten. Da ist derzeit so ein Drive drin, das ist so produktiv - und das ist sicher mit ein Grund, warum unsere Überlegenheit noch größer wurde."

Fotoquelle: xpbimages.com

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.