Die FIA will den Umständen des Bianchi-Unfalls genauestens auf den Grund gehen

Formel 1 2014

— 15.10.2014

Bianchi-Unfall: FIA ruft Unfallgremium ins Leben

Um die Umstände des schweren Unfalls von Marussia-Pilot Jules Bianchi lückenlos aufzuklären, hat die FIA ein Gremium zur Datensammlung und -analyse gegründet



Zehn Tage nach dem schweren Unfall von Jules Bianchi beim Grand Prix von Japan in Suzuka kann von Entwarnung keine Rede sein. Gemäß der von Marussia am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme ist der Gesundheitszustand des 25-jährigen Franzosen weiterhin kritisch, aber stabil. Bianchi kämpft weiter um sein Leben.

Unterdessen hat die Formel 1 am vergangenen Wochenende beim Grand Prix von Russland in Sotschi versucht, so gut es angesichts der schwierigen Umstände geht, zum Tagesgeschäft überzugehen. Dass dies nicht einfach ist, war während des gesamten Wochenendes nicht nur vor Ort, sondern auch in den Medien spürbar.

Zum genauen Unfallhergang und den Umständen, die dazu führten, dass Bianchi in Suzuka auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Marussia verlor, gibt es im Detail unterschiedliche Darstellungen. Marussia distanziert sich deutlich von im Raum stehenden Vorwürfen.

Rundschreiben an die Teams

Um den Fakten nun lückenlos auf den Grund zu gehen, bittet die FIA in einem von Jean-Louis Valentin verfassten Rundschreiben an die Teams, das von 'Motorsport-Total.com' gesehen wurde, um Sammlung relevanter Unterlagen und Daten.

Valentin ist bei der FIA seit Februar dieses Jahres Generalsekretär für Sport. Der Franzose, der einst Rennsport auf Amateurbasis betrieb und im vergangenen Jahrzehnt unter anderem Stellvertretender Direktor des Französischen Fußballverbandes und der Fußball-Nationalmannschaft Frankreichs war, ist auf dem Posten des FIA-Generalsekretärs Sport der Nachfolger von Pierre de Coninck.

"Infolge des Unfalls von Jules Bianchi beim Grand Prix von Japan hat sich die FIA dazu entschlossen, ein Unfallgremium ins Leben zu rufen. Ziel soll es sein, ein besseres Verständnis dieses Zwischenfalls zu erlangen und, sofern geeignet, Vorschläge für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen an den Rennstrecken zu unterbreiten", heißt es im Rundschreiben.

Unter dem Vorsitz von Peter Wright, seines Zeichens Chef der Sicherheitskommission der FIA, soll das sogenannten Unfallgremium zunächst alle Informationen im Zusammenhang mit dem Bianchi-Unfall zusammentragen. Dabei geht es, um "alle Dokumente, Zeugenaussagen und alle anderen einschlägigen Informationen, die für das Unfallgremium von Interesse sein könnten".

Ein FIA-Sprecher bestätigt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass dies der erste Schritt im Zuge des von FIA-Präsident Jean Todt am Freitag in Sotschi angekündigten Prozesses zur Verbesserung der Sicherheit ist.

Fotoquelle: xpbimages.com

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