Luca di Montezemolo und Fernando Alonso pflegten stets ein gutes Verhältnis

Formel 1 2014

— 16.10.2014

Di Montezemolo bestätigt: Alonso verlässt Ferrari

Der Ex-Ferrari-Präsident erkennt zwei Gründe für den Abschied des 33-Jährigen: ein Tapetenwechsel und die Aussicht, schnell Rennen zu gewinnen - Zukunft offen



Fernando Alonso hatte sich sogar nach der Bekanntgabe des Endes der Ära Red Bull und Sebastian Vettel noch beharrlich geweigert, seinen vorzeitigen Abschied von Ferrari zu bestätigen. Am Mittwoch hat ihm Luca di Montezemolo diese Arbeit abgenommen und dem Fernsehsender 'RAI' gesagt, was in Maranello hinter den Kulissen Sache ist. "Fernando geht aus zwei Gründen", erklärt der am Montag aus dem Amt ausgeschiedene Ferrari-Präsident, der als Vertrauter des Spaniers galt.

Di Montezemolo zählt auf: "Erstens will er ein anderes Umfeld. Zweitens, weil er in einem Alter ist, in dem er nicht mehr darauf warten kann, wieder gewinnen zu können." Im Sommer hatte Alonso seinen damaligen Chef bereits um eine Vertragsauflösung gebeten, verrät der 67-Jährige und bestätigt damit Medienberichte, die zu diesem Zeitpunkt allen voran in Italien kursierten: "Er war enttäuscht, dass er in den vergangenen Jahren nicht viel gesiegt hatte und wollte neue Anreize."

Angeblich soll Alonsos bis einschließlich 2015 gültiger Vertrag bei der Scuderia über eine einseitige Ausstiegsklausel zum 1. September verfügen, sollte er in der WM-Gesamtwertung 25 Punkte hinter dem Führenden liegen. Das war der Fall. In Suzuka allerdings hieß es im Paddock, der zweimalige Weltmeister habe sich während eines Streits mit Teamchef Marco Mattiacci auf eine Auflösung in beiderseitigen Einvernehmen geeinigt. Das Verhältnis zum neuen Rennleiter gilt als belastet.

Dass der neue Ferrari-Präsident Sergio Marchionne auf Vettel setzt, ist längt ein offenes Geheimnis. Die Zukunft Alonsos hingegen ist unklar und kennt mit McLaren-Honda eine logische Option, schließlich wollen die Japaner unbedingt einen Superstar im Auto und haben den 33-Jährigen ganz oben auf der Wunschliste.

Will Alonso aber sofort gewinnen, scheint Woking genau wie der Lotus-Einstieg mithilfe eines finanzstarken Investors die falsche Adresse. Er könnte daher ein Sabbatjahr einlegen und auf ein freies Cockpit bei Mercedes hoffen. Nach eigener Aussage hat Alonso "einen Plan seit zwei oder drei Monaten im Kopf".

Fotoquelle: Ferrari

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