Spannung in Tokio: Honda steht nur noch wenige Monate vor dem großen Comeback

Formel 1 2014

— 17.10.2014

Honda: Comeback mit Alonso, Berger und McLaren-Anteilen?

Honda bastelt weiter an seinem Formel-1-Comeback: Angeblich sollen die Japaner direkt mit Fernando Alonso sprechen und Gerhard Berger als Leiter im Gespräch sein



In Japan wird derzeit das große Honda-Formel-1-Comeback vorbereitet. Und schon seit einiger Zeit ist klar: Der Automobilriese wünscht sich niemand geringeren als Fernando Alonso als Galionsfigur. Spätestens seit der Bestätigung, dass der Spanier 2015 nach fünf Jahren ohne Titel nicht mehr für die Scuderia antreten wird, deutet vieles darauf hin, dass Alonso in der kommenden Saison zu McLaren zurückkehren wird.

Ein spannendes Szenario, denn Alonso und McLaren gingen 2007 im Bösen auseinander. Doch nun scheinen die Japaner die treibende Kraft hinter dem möglichen Deal zu sein. Laut einem Bericht von 'Speedweek' führt Honda-Vorstandschef Takanobu Ito höchstpersönlich die Verhandlungen mit Alonso-Manager Luis Garcia Abad - auch das Budget für den Deal (105 Millionen Euro für drei Jahre) soll direkt aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen.

Glaubt man Alonsos Hinweisen, dann kann ohnehin nur Honda sein Ziel sein: Es soll sich um ein Team handeln, das keinen Mercedes-Antrieb besitzt - da fällt schon mal die ohnehin unwahrscheinliche Alternative Lotus sowie eine mögliche Auszeit weg, bei Red Bull ist kein Platz frei und eines der verbleibenden Hinterbänkler-Teams wird sich der 33-Jährige, der unbedingt einen dritten WM-Titel holen will, nicht antun. Der Mann aus Asturien dürfte aber auf einer Klausel bestehen, dass er bei mangelndem Erfolg aussteigen kann, um nicht erneut seine "besten Jahre" zu vergeuden.

Zudem soll Honda interessiert sein, Anteile bei McLaren zu übernehmen. Dadurch würde man auch intern mehr Einfluss gewinnen. Als Repräsentant des Honda-Formel-1-Projektes soll der Österreicher Gerhard Berger im Gespräch sein. Er wurde bereits kürzlich als möglicher Nachfolger von McLaren-Boss Ron Dennis gehandelt, wenn dieser bis Ende Oktober die versprochenen Investoren nicht präsentieren kann. Dies wurde allerdings postwendend von McLaren dementiert.

Für Berger würde sprechen, dass er eine Vergangenheit mit Honda hat, schließlich gewann er 1992 in Adelaide das letzte Rennen vor dem Ende der damaligen Erfolgsära mit McLaren für die Japaner, außerdem verfügt er über hervorragende Kontakte zu FIA und Bernie Ecclestone und hat bereits bei Toro Rosso und davor bei BMW bewiesen, dass er in der Lage ist, ein Formel-1-Projekt erfolgreich zu leiten.

Fotoquelle: xpbimages.com

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