Sein pinker Helm war für Jenson Button bisher kein Glücksbringer

Formel 1 2014

— 17.10.2014

Button will 2015 siegen - notfalls in der Langstrecken-WM?

Manager Richard Goddard erkennt nicht, dass bei McLaren zügig personelle Entscheidungen fallen und schließt einen Wechsel zu Porsche nicht aus



Die sich über fast zwei Jahre hinziehende McLaren-Krise scheint an Jenson Button gezehrt zu haben: Zwei Saisons ohne Grand-Prix-Sieg und mit nur einem geerbten Podiumsplatz, bei dem er sich seinen Pokal nicht einmal abholen durfte, könnten das Ende der erfolgreichen Karriere des Briten in der Königsklasse markieren. Das deutet zumindest sein Manager Richard Goddard im Gespräch mit der 'BBC' an. Informationen der Sendeanstalt zufolge sollen er und Button derzeit mit Porsche verhandeln.

Es geht offenbar um ein Engagement im Langstrecken-Projekt der Zuffenhausener und damit auch eine Alternative, falls Honda-Wunschkandidat Fernando Alonso in Woking anbeißt. "McLaren weiß nicht genau, wie es weitergeht und wie der Fahrerkader aussehen wird. Das ist ziemlich klar", erklärt Goddard, meint aber auch: "Jeder, der ein freies Cockpit hat, würde Jenson gerne darin sehen." Diese Teams jedoch werden kaum den Anspruch des 34-Jährigen erfüllen, in einem siegfähigen Boliden zu sitzen.

Mercedes, Red Bull und Williams haben ihre Paarungen bestätigt, bei Ferrari scheinen die Würfel gefallen. Ob McLaren mit Neueinsteiger Honda auf Anhieb an der Spitze kämpft, ist fraglich. Hinzu kommt, dass in die Förderung des Youngsters Kevin Magnussen viel Geld investiert wurde. Insbesondere mit seinen Qualifying-Leistungen empfahl sich der Däne sportlich, ist wegen seiner Fehlerquote aber genauso umstritten wie die Zukunftsperspektive der Haudegen-Kombination Button/Alonso.

Zeit scheint im Personalpoker eine wichtige Rolle zu spielen, schließlich werden alle Beteiligten so zügig wie möglich Nägel mit Köpfen machen wollen. Goddard spricht nicht über einen Wechsel in die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und damit auch zum 24-Stunden-Klassiker in Le Mans. "Jenson ist weiter auf die Formel 1 konzentriert", macht der Manager klar, lobt die WEC aber als "formidable Serie" und durch den Einstieg Mark Webbers (ebenfalls bei Porsche unter Vertrag) stark aufgewertet.

Es sind Anzeichen, dass Button einen Plan B hat, falls er auf McLarens Entscheidung nicht warten oder mit der Monoposto-Szene abschließen will. Klar ist nur: Hinterherfahren will der Ex-Champion im Herbst seiner Karriere nicht, was Goddard unterstützt und schon mal den Fuß in die Sportwagen-Hintertür schiebt: "Er ist zu gut, um am hinteren Ende des Feldes zu fahren. Er bekommt also entweder ein konkurrenzfähiges Auto in der Formel 1 oder erhält woanders eines."

Fotoquelle: xpbimages.com

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