Adrian Sutil muss derzeit auf die Schwächen der Konkurrenz hoffen

Formel 1 2014

— 19.10.2014

Bittere Sauber-Erkenntnis: Helfen können nur die anderen

Der C33 ist nicht schnell genug für Punkte, weshalb Monisha Kaltenborn absolute Fehlerfreiheit fordert - Sonst droht die schlechteste Saison der Geschichte



Seit Sauber 1993 in die Formel 1 eingestiegen ist, wanderte in jeder Saison mindestens ein WM-Punkt nach Hinwil. Diese für ein Privatteam durchaus beeindruckende Serie droht nach 21 Jahren zu reißen, schließlich stehen Adrian Sutil und Esteban Gutierrez nach 16 von 19 Grands Prix mit leeren Händen da. Der immer wieder erhoffte Aufwärtstrend blieb ein Phantom, schließlich setzte Sauber erst auf die Sommerpause und später auf kleinere Updates - wurde aber jedes Mal auf ein Neues enttäuscht.

Zwar befindet sich das Team um Monisha Kaltenborn leistungsmäßig vor den Hinterbänklern Marussia und Caterham, jedoch trifft das auf die WM-Tabelle nur bedingt zu: Dank des neunten Platzes durch Jules Bianchi im Chaos von Monaco rangiert Marussia in der Konstrukteurs-Wertung vor Sauber und hält sich dort seit zehn Rennen. "Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. Aber wir haben auch nicht erwartet, das Team so platziert zu sehen", sagt die Teamchefin 'Crash.net'.

Dabei hätte insbesondere Gutierrez im Fürstentum selbst die Gelegenheit gehabt, für Zähler zu sorgen, die in Sachen Tempo nicht im Auto stecken. Das weiß auch Kaltenborn: "Wir hatten unsere Chancen und es gab verschiedene Gründe, warum wir sie nicht genutzt haben. Auch uns sind Fehler unterlaufen, nach Monaco sogar in mehreren Rennen", verweist die Österreicherin auf weitere Grands Prix. Obwohl der Ferrari-Antrieb keine Wunderwaffe ist, sind es die schnellen Kurse, die Sauber liegen.

Das liegt unter anderem daran, dass die Renualt-geplagte Lotus-Truppe bei Rennen wie Monza nicht gut aussieht. Wenn schon der C33 keine Fortschritte macht, dann zumindest das Team. "Es hat sich jüngst gebessert und wir versuchen, das so gering wie möglich zu halten", erklärt Kaltenborn über etwaige Patzer, erkennt aber auch die Unterlegenheit an: "Uns ist klar, dass wir heute nicht in der Position sind, die wir schon einmal hatten, als wir uns aus eigener Kraft WM-Punkte zu erarbeiten wussten."

Immerhin droht so schnell kein Abrutschen auf den elften und letzten Rang der Konstrukteurs-Wertung, schließlich sind die zwei elften Plätze Sutils eine Versicherung gegen Caterham. Und dann gibt es noch das Saisonfinale "Abu-Double": Zwar ist Regen in der arabischen Wüste äußerst unwahrscheinlich, aber doppelte Punkte wert: "Alles, was wir mit unserem Paket anstellen können, ist, bereit zu sein, keine Fehler zu machen und die Chance beim Schopfe zu packen, wenn sie sich ergibt", hofft Kaltenborn.

Fotoquelle: xpbimages.com

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