Manche Fans machen bei der Formel 1 noch immer ganz große Augen

Formel 1 2014

— 20.10.2014

Wolff über Akzeptanzdebatte: "Wunde gibt es vielleicht nicht"

Der Mercedes-Motorsportchef fordert, den Zuschauerrückgang in Deutschland nicht zu verallgemeinern und sieht die Gründe nicht im Formel-1-Reglement



Nicht die Dominanz der Silberpfeile, sondern die leeren Tribünen waren beim Deutschland-Grand-Prix in Hockenheim das Thema des Wochenendes. Toto Wolff betrachtet den Zuschauerzuspruch in der Formel 1 globaler und erkennt keinen allgemeinen Trend, der bedenklich stimmen müsste: "Wir tendieren dazu, den Finger in eine Wunde zu legen, die es vielleicht gar nicht gibt. Aus irgendeinem Grund scheinen wir in Deutschland einen Kater zu haben", erklärt der Mercedes-Motorsportchef.

Gerade in Sachen Einschaltquote bei den TV-Übertragungen ginge es bergauf: "Japan und Russland waren in dieser Hinsicht gute Rennen", stellt Wolff fest und glaubt, dass die Fans auch weiter an die Strecken pilgern - nur eben nicht an den Hockenheim- oder den Nürburgring, wo andere Veranstaltungen mehr Besucher anziehen als die Formel 1: "Wir hatten in Kanada, in Österreich und in Sotschi großartige Rennen mit vollem Haus. Silverstone war am Donnerstag rammelvoll."

Wolffs Argumentation legt nahe: Die Gründe für den Rückgang in Deutschland liegen weniger bei der Königsklasse. Das neue Technische Reglement und den reduzierten Sound macht er explizit nicht verantwortlich. Eine Alternative zu den leiseren Hybridantrieben sieht der Österreicher ohnehin nicht: "Es ist die Zukunft. Der Sound ist so, weil wir die Energie richtig nutzen. Früher ist das einfach gerade durch den Auspuff durchgegangen", plädiert er für Effizienz als Credo.

Auch den Medienmarkt sieht der Mercedes-Verantwortliche im Umbruch und spricht damit wieder die TV-Quoten an, die international nicht immer so erfreulich waren wie anlässlich der Grands Prix in Suzuka und Sotschi. "Es verlagert sich von den traditionellen Medien ein bisschen in die digitale Welt. Dort explodiert das geradewegs", spielt Wolff auf den Online-Nachrichtenmarkt und die sozialen Netzwerke an. Er wünscht sich einen differenzierteren Umgang mit der Thematik Akzeptanz: "Wir müssen die Dinge kritisch beleuchten, aber nicht schlechtreden", so die Forderung.

Fotoquelle: xpbimages.com

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