Romain Grosjean ist wieder bewusst geworden, wie gefährlich die Formel 1 ist

Formel 1 2014

— 20.10.2014

Grosjean: "Wir hatten die Gefahr fast vergessen"

Nach dem Unfall von Jules Bianchi ist auch Romain Grosjean wieder bewusst geworden, wie gefährlich die Formel 1 auch in der heutigen Zeit noch immer ist



Romain Grosjean glaubt, dass der Unfall seines Landsmanns Jules Bianchi viele seiner Formel-1-Kollegen wachgerüttelt hat. Seiner Meinung nach hatten viele Leute im Umfeld des Motorsports in den vergangenen Jahren vergessen, wie gefährlich der Sport noch immer ist. Bianchi war während des Großen Preises von Japan schwer verunglückt und befindet sich seitdem in einem kritischen, aber stabilen Zustand.

"Wir haben alle realisiert, dass wir die Gefahr fast vergessen hätten", erklärt Grosjean gegenüber dem französischen Radiosender 'Europe 1' und ergänzt: "Es kann allen von uns passieren, natürlich auch mir. Als ich eine Woche später beim ersten Training (in Russland; Anm. d. Red.) wieder ins Auto stieg, realisierte ich, dass unsere Köpfe extrem ungeschützt sind."

"Ich denke, dass selbst die Leute im Motorsport fast vergessen hatten, was für ein gefährliches Geschäft das noch immer ist. Es ist nicht einfach nur ein Rennen am Sonntagnachmittag", so der Lotus-Pilot weiter. Die Minuten nach Bianchis Unfalls schildert Grosjean so: "Zunächst einmal wussten wir gar nicht, was überhaupt passierte. Das Rennen wurde mit einer Roten Flagge beendet. Dann realisierst du, dass etwas sehr, sehr Ernstes passiert sein muss."

Dass einige Leute die Herausgabe von noch mehr Details zum Unfallhergang fordern, kann der Franzose nicht verstehen. "Die FIA hat während des Großen Preises von Russland so viele Fragen wie möglich beantwortet", findet Grosjean und erklärt im Hinblick auf die Sicherheit in der Königsklasse: "Die Fahrer, die FIA, die Strecken und alle anderen arbeiten zusammen, damit wir nach Extremfällen wie diesem einen Schritt nach vorne machen können."

Nun hofft der 28-Jährige, dass es seinem Kollegen bald wieder besser geht. "Jules gibt niemals auf", sagt Grosjean und ergänzt: "Alle sprechen immer über den Piloten Jules, aber ich möchte über den Menschen Jules sprechen. Er ist ein supernetter 25-Jähriger. Auf der Strecke waren wir nie Freunde, denn wir sind Gegner. Aber abseits verstanden wir uns gut."

"Jules ist vor allem ein Mann, der immer kämpft. Er gibt immer sein Bestes und wenn irgendjemand aus einer extrem komplizierten Situation wieder herauskommen kann, dann ist es Jules", gibt sich Grosjean zuversichtlich. Seit Ayrton Senna in Imola 1994 hat es in der Formel 1 keinen tödlichen Unfall mehr gegeben.

Fotoquelle: xpbimages.com

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