Kamui Kobayashi hatte vor dem Russland-Grand-Prix schwere Sicherheitsbedenken

Formel 1 2014

— 20.10.2014

Wirbel bei Facebook: Kobayashi hatte Angst zu fahren

In einem Facebook-Beitrag soll Kamui Kobayashi Sicherheitsbedenken über seinen Caterham geäußert haben: Japaner nach Aufhängungsdefekt "ernsthaft in Sorge"



Kamui Kobayashi hatte in Sotschi nicht das einfachste Rennwochenende seiner Karriere. Der Unfall von Rennkollege Jules Bianchi war noch keine Woche her und über der ganzen Veranstaltung lag ein unsichtbarer Schatten. Im Rennen wurde der Japaner dann angeblich ohne Problem zur Aufgabe gezwungen, wie er in einem Interview angab, was das Team jedoch im Nachhinein mit einem Bremsproblem erklärte.

Nun kommen jedoch noch weitere seltsame Details des Wochenendes ans Licht: Laut einem Bericht der 'BBC', der auf einen mittlerweile gelöschten Facebook-Eintrag des Japaners verweist, soll Kobayashi während des Events starke Sicherheitsbedenken über seinen Boliden gehabt haben. Denn in der Nacht zum Samstag soll an seinem Caterham ein Aufhängungsdefekt hinten links aufgetreten sein. Weil es allerdings keinen Ersatz gab, wurde das Teil dadurch "repariert", indem es mit Karbon umwickelt wurde.

"Es wird zwar die ganze Zeit überwacht, aber dennoch ist es angsteinflößend, auf diese Art ein Rennen fahren zu sollen", wird sein Post im sozialen Netzwerk zitiert. "Ich bin ernsthaft in Sorge. Soll ich fahren? Soll ich sicherheitshalber ablehnen? Ich fahre in 15 Minuten schon wieder..." Denn zu diesem Zeitpunkt standen noch das dritte Training, das Qualifying und das Rennen an. Laut Caterham bestand allerdings kein Grund zur Sorge.

Kobayashi sei "die ganze Zeit über informiert" worden, und "es gab zu keiner Zeit einen Grund für ihn zu glauben, dass es nicht sicher sei". Das Team habe die Aufhängung in Sotschi und der Teambasis in Leafield eingehend untersucht und letztlich in Carbonfaser eingewickelt, um zusätzliche Stabilität zu verleihen - "eine ganz normale Prozedur", wie Caterham betont. "Die Komponente wurde für sicher befunden und zwischen jeder einzelnen Session überprüft, um sicherzustellen, dass es kein Problem gibt."

Der entsprechende Facebook-Post, der auch ein Bild von der Aufhängung gezeigt hat, wurde von Kobayashi daraufhin wieder gelöscht. Sein Manager Chikara Funada bestätigt indes, dass der Eintrag echt gewesen und vom Piloten selber verfasst worden sei. Allerdings sei der Beitrag nur auf einem persönlichen Account erschienen, der nur von Freunden und Familie gesehen wird - nicht von der Öffentlichkeit.

"Es war Kamuis sofortige Reaktion, als er von dem Problem gehört hat, und sollte nur engen Freunden und der Familie auf seinem Privataccount mitgeteilt werden", so Funada. Dass die Sorgen letztlich aber doch an die Öffentlichkeit gelangten, habe den Japaner sehr schockiert. Der Beitrag wurde vorsorglich allerdings wieder gelöscht und Kobayashi fuhr das Wochenende von Sotschi mit dem Auto zu Ende. Vorzeitig aufgeben musste er allerdings trotzdem - auch wenn es nicht an der Aufhängung lag.

Fotoquelle: xpbimages.com

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