Alain Prost weiß, welche Tücken bei einem Sabbatjahr auf Alonso lauern

Formel 1 2014

— 23.10.2014

Prost warnt Alonso vor Auszeit: Zukunft muss sicher sein

Alain Prost kennt die Tücken einer Auszeit aus eigener Erfahrung und warnt Fernando Alonso, dass er sich sicher sein muss - Geduld bei Wechsel zu McLaren gefragt



Wohin Fernando Alonso geht, ist weiterhin offen. Der Spanier hat seine Pläne noch nicht bekanntgegeben und nur verlauten lassen, dass sie offensichtlich seien. Das kann viel bedeuten, doch Ex-Weltmeister Alain Prost glaubt, dass es Alonso auf Mercedes abgesehen hat. Doch da die Cockpits dort durch Nico Rosberg und Lewis Hamilton besetzt sind, gebe es für ihn zwei Möglichkeiten: zu McLaren-Honda wechseln oder ein Jahr Auszeit nehmen, um 2016 zu Mercedes zu gehen.

Doch beide Varianten haben für Prost ihre Tücken: "Wenn man zu McLaren geht, dann muss man motiviert sein und mehr als ein Jahr bleiben, da es schwierig sein wird, im ersten Jahr zu gewinnen. Das wird hart für ihn sein", urteilt der Franzose gegenüber 'AS'. Denn Fernando Alonso hat schon bei Ferrari Jahr um Jahr auf Erfolg gewartet, einstellen wollte er sich allerdings nie so wirklich.

Ein "Sabbatical", wie man ein Jahr Auszeit nennt, wäre für Alonso ebenfalls schwierig, meint der Franzose weiter. Er selbst kennt sich mit dem Thema bestens aus und nahm 1992 ebenfalls eine Auszeit, bevor er 1993 wieder in die Formel 1 zurückkehrte. Doch dafür gab es gute Gründe: "Der einzige Weg ist, dass man weiß, was man als nächstes machen wird. Man kann es machen, wenn man für 2016 bei Mercedes unterschrieben hat. So war es bei mir, ich war bei Williams", erzählt Prost.

Für den vierfachen Weltmeister hat sich die Pause ausbezahlt: Er wurde 1993 mit Williams Weltmeister. Andere Piloten wie Michael Schumacher (2010) oder Jacques Villeneuve (2005) waren bei ihren Comebacks hingegen weniger erfolgreich als zuvor. Auch für Alonso wäre dieser Move daher riskant. "Man muss sich in dem Jahr gut vorbereiten", meint Prost. "Wenn man nichts tut, wird man auf technischer Seite verlieren und es wird schwieriger. Die Technologie wird sich nicht verändern, aber man wird nicht mehr so gut sein."

An des Spaniers Stelle wird aller Voraussicht nach Sebastian Vettel treten, der dessen Erbe bei Ferrari antreten soll, auch wenn noch keine Bekanntgabe offiziell verkündet wurde. Es stellt sich die Frage, ob sich Vettel mit seinem Wechsel einen Gefallen getan hat, denn ob er mit den Roten Erfolg haben wird, steht noch in den Sternen. Auch Prost ist noch etwas skeptisch, ob die Roten wieder an die Spitze drängen können: "Alonso hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass nur der Fahrer die Probleme nicht lösen kann. Man muss das Management, die technische Seite und die Piloten vereinen."

Dennoch hält der Franzose den Move von Vettel für richtig - wenn er denn passieren sollte: "2015 könnte es schwierig für ihn werden, aber ich denke, der Wechsel ist positiv." Der Heppenheimer habe nach vier Titeln mit Red Bull die Motivation verloren und brauche eine neue Herausforderung - wie einst Schumacher, als er 1996 zur Scuderia kam. "Er ist jung und hat Zeit, eine Zukunft mit Ferrari aufzubauen. Seine Position ist anders als die von Fernando, der sofort gewinnen will."

Fotoquelle: Formel E

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