DIe spanischen Fans werden wohl weiter nach Barcelona pilgern müssen

Formel 1 2014

— 24.10.2014

Ecclestone gibt Madrid einen Korb: "Wird kein Rennen geben"

Der Formel-1-Boss gibt dem Stadtkurs in der spanischen Hauptstadt keine Chance: Leere Versprechungen der Organisatoren und genug Spanien in Barcelona



Trotz horrender Promotergebühren, die manchen Veranstalter in den Ruin trieben, hat die Formel 1 für Strecken und Städte nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Im Gegenteil: Immer mehr Projekte drängen in den Kalender. Derzeit geistert Las Vegas als möglicher Neuankömmling durch die Gerüchteküche, doch auch von einem Stadtrennen in Madrid ist (mal wieder) die Rede. Ob die rein privaten Pläne in der spanischen Hauptstadt allerdings Substanz haben, scheint ungewiss.

Einen Businessplan und Bankgarantien, wie sie die Macher bei Bernie Ecclestone abgegeben haben sollen, gibt es laut dem Zampano nicht: "Sie haben davon gesprochen, aber nichts ist passiert", sagt der Zampano 'Forbes' und zieht eine klare Konsequenz: "Wir werden kein Rennen in Madrid veranstalten." Überhaupt scheint der Grand Prix in Barcelona genug Spanien für Ecclestone zu sein, denn in dem wirtschaftlich gebeutelten Land sinkt das Interesse an der Formel 1 merklich.

Die TV-Einschaltquoten sanken 2013 um 4,1 Prozent. "Wir brauchen kein zweites Rennen in Spanien. So reicht es schon", erklärt Ecclestone. Will der 83-Jährige den Kalender weiter wachsen lassen, braucht es dafür eine Zustimmung, schließlich würde die im Reglement festgeschriebene Obergrenze von 20 Rennen spätestens mit der Rückkehr nach Mexiko 2015 und der Premiere in Aserbaidschan 2016 überschritten - falls nicht andernorts der Rotstift angesetzt wird.

Die Hürde ist eine besondere: Die Mehrheit der bei der Verteilung der Gelder bevorteilten CCB-Teams (Ferrari, Red Bull und McLaren) muss abnicken. Das gilt auch, wenn mehr als 17 Rennen und mindestens 60 Prozent davon außerhalb Europas und Nordamerikas stattfinden. "Wenn ich mehr als 20 Rennen wollen würde, bräuchte ich bei den Teams keinen Konsens. Oder vielleicht ist es treffender ausgedrückt, wenn ich mich um einen Konsens nicht schere", so Ecclestone.

Wackelkandidaten gibt es durchaus, etwa Silverstone: Die britische Traditionsbahn entließ kürzlich drei ihrer Topmanager unter dubiosen Umständen: "Alles sehr merkwürdig", schätzt Ecclestone die Lage ein. "Alles war in Ordnung und jetzt ist der Spitzenmann (Streckenchef Richard Philipps, Anm. d. Red.) weg." Der Großbritannien-Grand-Prix sei jedoch sicher - solange die Gebühren fließen.

Fotoquelle: xpb.cc

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