Marussia und Caterham werden in Austin laut Ecclestone nicht am Start sein

Formel 1 2014

— 25.10.2014

Ecclestone: Caterham und Marussia in Austin nicht am Start

Der Formel-1-Zampano bestätigt, dass die beiden Hinterbänkler den anstehenden Grand Prix wegen ihrer finanziellen Turbulenzen verpassen werden



Dass Caterham beim US-Grand-Prix am kommenden Wochenende nicht an den Start gehen würde, zeichnete sich nach den Turbulenzen der vergangenen Tage und dem Rückzug des Investors Engavest bereits ab. Offenbar sind aber auch die finanziellen Probleme bei Marussia so schlimm, dass der Trip nach Austin ausfällt. "Keines der beiden Teams wird in die USA reisen", erklärt Bernie Ecclestone im Gespräch mit 'Reuters' und schafft damit die Drohkulisse eines Szenarios mit nur 18 Autos.

Die Meldung kommt im Falle des Teams um Kamui Kobayashi und Marcus Ericsson nicht überraschend, schließlich sorgte Caterham bereits am Mittwoch und Donnerstag für Schlagzeilen: Erst griffen die neuen Geldgeber Ex-Besitzer Tony Fernandes an, weil er seine Geschäftsanteile nicht wie vereinbart überschrieben hatte. Der Malysier konterte und warf Engavest vor, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachzukommen und Strohleute einzusetzen, woraufhin sich Berater Colin Kolles und Co. zurückzogen.

Das Sagen hat mittlerweile ein Insolvenzverwalter, der nach einem Käufer sucht. Ecclestone räumte Caterham schon am Freitag eine Galgenfrist bis zum Saisonfinale in Abu Dhabi ein, um einen Geldgeber zu finden und den Rennbetrieb wiederaufzunehmen. Die Zeit drängt aber: Da die Nennfrist für die Saison 2015 am 1. November - also in einer Woche - abläuft, müsste Smith & Williamson die Nennung bei der FIA einreichen und die nötigen Gebühren bezahlen, was derzeit wohl nicht möglich ist.

Marussia war nach dem schweren Unfall Jules Bianchis schon beim Russland-Grand-Prix in Sotschi mit nur einem Auto (pilotiert von Max Chilton) am Start. Diese Maßnahme war allerdings ein Tribut an den weiter in Lebensgefahr befindlichen Franzosen. Grund für einen Verzicht beim US-Grand-Prix könnte vielmehr eine mögliche Insolvenz sein, von der im Paddock hinter vorgehaltener Hand schon länger die Rede ist. Für 'Motorsport-Total.com' sind Teamvertreter seit geraumer Zeit nicht erreichbar.

Bewahrheitet sich Ecclestones Prophezeiung, droht der Formel 1 das kleinste Starterfeld seit der Saison 2005, als den Monaco-Grand-Prix ebenfalls nur 18 Boliden unter die Räder nahmen. Damals saß BAR eine Rennsperre ab, weil das Team in Australien einen illegalen Zusatztank installiert hatte. Die FIA will nach Informationen von 'Autosport' darauf verzichten, die Topteams zum Einsatz eines dritten Autos aufzufordern, obwohl dies aufgrund kommerzieller Rahmenverträge möglich wäre - wenn auch in einer rechtlichen Grauzone.

Fotoquelle: xpbimages.com

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