Ein drittes Auto für Gaststarter? Mario Andretti fordert kreative Ideen

Formel 1 2014

— 29.10.2014

Kreativität und Fan-Nähe: Tipps aus den USA für die Formel 1

Ratschläge aus den USA für die kriselnde Formel 1: Mario Andretti fordert kreative Ideen, die CoTA-Verantwortlichen mehr Fan-Nähe



Vor dem Großen Preis der USA in Austin sorgen sich US-Rennlegende Mario Andretti sowie die Verantwortlichen am Circuit of The Americas (CoTA) um das Image der Formel 1. Angesichts von Diskussionen über die neuen Antriebe und den Sound der Motoren, allzu strategischer Rennverläufe und zuletzt der Pleite von Marussia und Caterham treibt Andretti die Sorge um, der aufkeimende Formel-1-Boom in den USA könnte wieder abgewürgt werden.

"Die Formel 1 sollte die Beschränkungen lockern", fordert der Formel-1-Weltmeister des Jahres 1978 im Gespräch mit der Tageszeitung 'The Guardian'. "Sie haben es auf technischer Seite mit den Antrieben etwas übertrieben. In Sotschi mussten Teams vom Gas gehen, um Benzin zu sparen und ins Ziel zu kommen", führt Andretti als Beispiel für eine verfehlte Regelgebung an.

Auch die Sorge um das schrumpfende Starterfeld treibt Andretti um. Nach dem Aus von Caterham und Marussia werden in Austin am kommenden Wochenende nur 18 Fahrzeuge am Grand Prix teilnehmen, so wenige wie seit 2005 nicht mehr. Daher bringt auch Andretti die Diskussion um ein drittes Auto bei den Spitzenteams ins Gespräch. Der 74-Jährige hat auch schon eine Idee, wie man dieses zur Vermarktung der Rennen einsetzen könnte.

Drittes Auto für Gaststarter?

"Beim US-Grand-Prix könnte Mercedes ein drittes Auto für einen bekannten amerikanischen Fahrer einsetzten, der als Gaststarter antritt. Können Sie sich vorstellen, was das für eine Werbung für das Rennen wäre? Jede Zeitung im Land würde darüber schreiben", sagt Andretti, der die Formel 1 auffordert, auch vor auf den ersten Blick ungewöhnlichen Lösungen nicht zurückzuschrecken. "Man muss kreativ sein, um das Interesse zu steigern."

Bobby Epstein Mitbegründer des CoTA, sieht in Sachen Fanbindung Nachholbedarf bei der Formel 1 und rät den Verantwortlichen, sich ein Beispiel an der populärsten US-amerikanischen Serie zu nehmen. "Die Formel 1 muss den Sport über Persönlichkeiten definieren. Das macht die NASCAR sehr gut, in diesem Bereich kann die Formel 1 einiges lernen", meint Epstein. "Menschen fühlen sich zu Menschen hingezogen, nicht zu Metall."

Epstein sieht auch direkt einen Fahrer, der aufgrund seiner authentischen Art ein gutes Aushängeschild wäre: Lewis Hamilton. "Er ist ein großartiger Fahrer und ein guter Botschafter. Je mehr ihn Mercedes von der Leine lässt, je mehr er er selbst sein kann, umso besser."

Mehr Fan-Nähe wird gefordert

CoTA-Präsident Jason Dial fordert: "Die Formel 1 sollte sich abseits der Rennstrecke mehr engagieren." Abgeschottete Fahrerlager und Piloten, welche die Fans nur von den Tribünen aus zu Gesicht bekommen, seien der falsche Weg. Auch im Bereich der sozialen Medien sieht Dial noch Luft nach oben, gerade wenn es um die Erschließung neuer Zielgruppen geht.

"Aus geschäftlicher Sicht möchte ich die Fans mehr beteiligen und eine Fan-Basis aufbauen. Ich möchte sie auch verjüngen", sagt Dial. "Die Leute lieben es, von der Tribüne aus zuzusehen, aber je näher sie heran kommen, umso besser."

Fotoquelle: xpbimages.com

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