Ein Spanien-Grand-Prix auf den Kanaren? Noch ist alles sehr weit entfernt

Formel 1 2014

— 29.10.2014

Formel-1-Projekt auf Teneriffa sucht Investoren

Die Kanareninsel will ab 2017 mit einer Formel-1-tauglichen Strecke aufwarten - Als Volumen für den Kurs firmieren 25,7 Millionen Euro, ein Layout ist bereits fertig



Formel-1-Träume in Spanien gibt es wie Sand an der Costa del Sol: Zahlreiche Projekte versuchten in der jüngeren Vergangenheit, sich als Ergänzung oder Alternative zu Dauerbrenner Barcelona zu etablieren - keines hatte dauerhaften Erfolg. Neben einem Stadtkurs durch Madrid betritt in diesen Tagen ein Bauvorhaben auf Teneriffa die Bühne. Für eine Anlage im Süden der Kanareninsel werden private Investoren gesucht, wie es in einer 'Motorsport-Total.com' vorliegenden vorläufigen Businessplan heißt.

Von einem Budget in Höhe von 25,7 Millionen Euro und einem Geschäftszyklus von 40 Jahren ist in einer Ausschreibung für den auf den Namen "Circuit de Tenerife" getauften Strecke die Rede. Bekanntgemacht wurde das Projekt, das auch weitere Motorsport-Klassen und die Automobil-Industrie anziehen soll, bereits im EU- und im spanischen Amtsblatt. Punkten soll die Bahn nicht nur mit höchsten Sicherheitsstandards, einem eigenen Medical-Centre und Kursen für Rallyecross- und Kartrennen.

Auch mit einer attraktiver Lage unweit des internationalen Flughafens sowie der Touristenmeilen Arona und Adeja, die 78 Prozent der Feriengäste auf der Insel anziehen, will Teneriffa überzeugen. Das provisorische Layout stammt aus der Feder des Architekturbüros, das bereits für den Circuit de Barcelona-Catalunya verantwortlich zeichnete. Die 4,067 Kilometer lange Grand-Prix-Variante mit einer 819 Meter langen Start- und Zielgeraden soll 15 Kurven umfassen. 102.000 Quadratmeter sind für das Paddock reserviert.

Als Termin für die Eröffnung steht das Jahr 2017 im Raum, die Chancen auf einen Besuch der Formel 1 scheinen aber trotz der konkreten Pläne eher gering. Der spanische Markt ist nach Aussage Bernie Ecclestone wegen der wirtschaftlichen Situation derzeit nicht attraktiv, die (finanzstarke) Konkurrenz insbesondere aus dem asiatischen und nordamerikanische Raum aber um so größer. Hinzu kommt, dass die Königsklasse irgendwann an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen wird, schließlich umfasst schon der Kalender für 2015 die Rekordmarke von 20 Rennen.

Fotoquelle: Cabildo de Tenerife

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