Lewis Hamilton befindet sich derzeit voll auf Kurs zum zweiten WM-Titel nach 2008

Formel 1 2014

— 30.10.2014

Trotz Erfolgslauf: Hamilton traut der Sache nicht

Warum sich Lewis Hamilton trotz seines Erfolgslaufs im Titelkampf nicht wohl fühlt und mögliche Rekorde derzeit für den Mercedes-Piloten keine Rolle spielen



Vier Siege in Folge, den zehnten Saisonsieg im Visier - alles spricht vor dem Grand Prix der USA in Austin für Lewis Hamilton. Der WM-Leader, der 17 Punkte mehr als Stall- und Titelrivale Nico Rosberg auf dem Konto hat, hat es geschafft, nach einigen technischen Rückschlägen in der ersten Phase des Saison die WM zu drehen. Rosberg hat "nur" vier Siege auf dem Konto und konnte Hamilton zuletzt nicht das Wasser reichen.

Ist der Weg für den Briten also bereits geebnet, den zweiten WM-Titel seiner Karriere einzufahren? Er selbst will dem nicht so recht trauen. "Es fühlt sich sehr gut an, die Punkte zu haben und vor Nico ins Ziel zu kommen, aber die Geschichte hat dieses Jahr gezeigt, dass ein Vorsprung nicht groß genug sein kann", spielt Hamilton auf die zahlreichen Wendungen 2014 an.

"Am wichtigsten ist der Vorsprung am Ende des Jahres, daher ändert sich derzeit nichts", will er seine Herangehensweise durch den Punktestand nicht verändern. "Man fühlt sich nie wohl. Ich habe mich noch nie in meinem Leben in einer Meisterschaft wohl gefühlt. Es ist vom Anfang bis zum Ende intensiv, und diese Weltmeisterschaft wird ganz am Ende entschieden." Nun hofft er, dass ihm das Glück der vergangenen Rennen treu bleiben wird.

Wenn dies der Fall ist, dann sind auch einige Rekorde in Gefahr: Mercedes könnte an diesem Wochenende den zehnten Doppelerfolg der Saison einfahren, wodurch man die Rekordmarke von McLaren-Honda im Jahr 1988 egalisieren würde. Außerdem haben nur Michael Schumacher (2004) und Sebastian Vettel (2013) mit 13 Saisonsiegen mehr Rennen in einem Jahr gewonnen als Hamilton.

Gewinnt Hamilton ein weiteres Rennen, dann hat er mehr Siege als die britische Legende Nigel Mansell auf seinem Konto - derzeit halten beide bei 31 Triumphen. Damit wäre er in dieser Rangliste auf Platz fünf der alleinige britische Spitzenreiter und würde mit Fernando Alonso gleichziehen.

Er selbst will sich mit diesen Statistiken derzeit aber nicht beschäftigen. "Rekorde sind etwas, das man sich später anschaut", sagt er. "Ich war zum Beispiel der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Darauf blicke ich hin und wieder zurück - und dann denke ich mir 'Wow'. Aber derzeit denke ich nur über die Weltmeisterschaft nach, und es fühlt sich ehrlich gesagt so an, als wäre es mein erster Titelkampf."

Fotoquelle: xpbimages.com

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