Die FIA behält sich die Entscheidung über Formel-1-Teilnahmelizenzen vor

Formel 1 2014

— 30.10.2014

Teamsterben: FIA bezieht Stellung

Das Aus für Caterham und Marussia unterstreicht aus Sicht der FIA die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen: Rennkommissare entscheiden über Qualifyingformat



Die Formel 1 wird beim bevorstehenden Grand Prix der USA in Austin mit einem reduzierten Starterfeld antreten. Die Mannschaften von Caterham und Marussia sind unter der Last von finanziellen Verbindlichkeiten zerbrochen und werden offenbar mindestens bis Jahresende nicht mehr an den Rennen der WM teilnehmen können. Es halten sich Gerüchte über mögliche weitere Teams am Abgrund. Die FIA sieht sich in der aktuellen Situation in ihren Forderungen nach Sparmaßnahmen bestätigt.

Die Abwesenheit von Marussia und Caterham "bringt die Frage nach dem wirtschaftlichen Gleichgewicht in der Formel 1 einmal mehr auf den Tisch", heißt es in einem Statement des Automobil-Weltverbandes. Und weiter: "Die Situation rechtfertigt die Haltung der FIA, die sich seit langer Zeit für Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten einsetzt, um das Überleben der Teilnehmer zu sichern und die Formel 1 für Neuzugänge attraktiv zu machen."

Die FIA werde in enger Zusammenarbeit mit der Formula One Management (FOM) und den Teilhabern der Formel 1 weiterhin daran arbeiten, "die Meisterschaft attraktiv zu halten und eine angemessene Teilnahme von Teams in den kommenden Jahren zu ermöglichen", heißt es. Welche konkreten Schritte man sich vorstellt, wird in dem Schreiben des Verbandes nicht erklärt. Unter der Führung von Max Mosley gab es ein ernsthaftes Bestreben nach einer Budgetdeckelung, aber diese Bemühungen verliefen aufgrund des Widerstandes einiger Teams immer wieder im Sande.

FIA erwartet Augenmaß bei allen Bewertungen

Ob es nach Abschluss der Insolvenzverfahren bei Marussia und Caterham Sports Limited (CSL) überhaupt mit den beiden kleinen Teams weitergehen kann, hängt vor allem davon ab, ob diese Unternehmen weiterhin im Besitz einer gültigen Lizenz sein werden. In einer früheren Version des Concorde-Agreements, das die wirtschaftliche Zusammenarbeit von Teams, Verband und Vermarkter regelt, war klar ausgedrückt, dass Teams bis zu drei Rennen auslassen dürfen, ohne die Formel-1-Lizenz zu verlieren. Ob dieser Passus noch heute Bestand hat, ist unklar.

Es liege ohnehin "in der Verantwortung der FIA-Rennkommissare, darüber zu befinden, ob die Teams die Bedingungen zur Teilnahme an allen Events" erfüllt hätten, heißt es im heutigen Statement. Jenen Stewards stehe es frei, "angemessene Maßnahmen" zu ergreifen. Die FIA sei sicher, dass allen Beteiligten die finanziell schwierige Situation der Teams bewusst sei und man "auf Grundlage der derzeitigen Umständemit aller Vorsicht" agieren werde. Klartext: Die FIA entscheidet über die Vergabe der Lizenzen und nicht etwa Bernie Ecclestone.

Augenmaß ist bereits heute von den drei Rennkommissaren in Austin und vom Ex-Formel-1-Piloten Derek Warwick, der das Gremium in Texas ergänzt, gefragt. Man muss am Donnerstag über den Qualifikationsmodus für den Grand Prix der USA entscheiden. Im Regelwerk ist der Modus nur für ein Teilnehmerfeld von mindestens 20 Autos klar geregelt. In Austin werden allerdings nur 18 Fahrzeuge fahren. Vermutlich wird man sich dafür entscheiden, dass in den Abschnitten Q1 und Q2 jeweils vier Fahrzeuge ausscheiden werden.

Fotoquelle: xpb.cc

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