Lewis Hamilton scheint jede Sorge an sich abprallen zu lassen

Formel 1 2014

— 30.10.2014

Hamilton ultracool, aber doppelte Punkte "stinken gewaltig"

Obwohl sich der WM-Führende über einen Titelverlust aufgrund von "Abu Double" mächtig ärgern würde, scheint er in Austin auf Gefrierfach-Temperatur zu sein



Eines war schon vor der Saison klar: Die doppelten Punkte von Abu Dhabi würden einen großen Gegner haben - und zwar den WM-Führenden nach dem Brasilien-Grand-Prix. Aktuell sieht alles danach aus, als wäre Lewis Hamilton der Gelackmeierte. Entsprechend groß ist sein Unmut über die Novelle, die als Leckerlie für die Organisatoren des Wüstenrennens verstanden werden darf. "Es würde mir gewaltig stinken", sagt der Mercedes-Star über einen möglichen Titelverlust aufgrund der Regel.

Trotzdem will sich Hamilton nach eigener Aussagen nicht negativ beeinflussen lassen. Sein Credo bleibt unverändert, selbiges ließ sich immer auf den Grundsatz des schnellen Autofahrens reduzieren. "Was sein wird, wird sein", zeigt sich der Brite abgeklärt, wünscht sich aber Fairness. "Ich würde doppelte Punkte für die kommenden Jahre nicht empfehlen. Die Frage ist, was fair ist und ich weiß nicht, ob überhaupt jemand von uns (Fahrern; Anm. d. Red.) dafür oder dagegen ist."

Deutlicher äußern zwei Altmeister ihre Meinung. Sterling Moss, der Hamilton als schnell sowie kompetent lobt und zum Titelfavoriten erklärt, nennt "Abu Double" im Gespräch mit der 'Press Association' eine "dumme Sache". Die Silberpfeil-Legende verweist auf neun Grand-Prix-Siege seines Landsmann im Gegensatz zu vier Erfolgen Nico Rosbergs. Selbst mit deren elf könnte Hamilton die Krone noch durch die Lappen gehen. Für John Surtees ist das völlig unverständlich.

Der Weltmeister von 1964 meint: "Das ist überhaupt keine zufriedenstellende Situation. Eine Spielerei, die mir überhaupt nicht gefällt." Rosberg gibt er wegen seiner Rennintelligenz trotz der jüngst hohen Fehlerquote eine Chance im Titelduell, sieht Hamilton aber dank mehr innerer Ruhe auf der Erfolgsspur. "Einiges von dem, was er abseits der Strecke angestellt hat, war kontraproduktiv für den Sport und für ihn selbst", mahnt Surtees mit Blick auf manche Eskapade.

Die These von gesteigerter Konzentration und tonnenweise Selbstbewusstsein bei Hamilton unterstreicht die Tatsache, dass sich der 29-Jährige weder von der Defekthexe noch von Rosberg übermäßig einschüchtern lässt. "Sie bieten beide ordentlich Grund zur Sorge", tastet sich der Ex-Weltmeister vor, sieht aber Fortschritte bei der Zuverlässigkeit. "Ich habe kein anderes Gefühl als einige Rennen zuvor. Ich kann nur wiederholen, einfach zum das ultimative Ziel zu kämpfen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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