Romain Grosjean kann Fernando Alonso von seinem Dasein als Pensionär berichten

Formel 1 2014

— 30.10.2014

Alonso und das Sabbatjahr: Kollegen sind skeptisch

Lewis Hamilton sieht die eingeschränkten Testfahrten als größte Hürde, während Romain Grosjean von Vertrauensverlust, aber auch von kathartische Wirkung spricht



An den Zahlen des Erfolgs gemessen ist Fernando Alonso ein Pilot, der es mit Größen wie Niki Lauda und Alain Prost aufnehmen kann. Aber wäre der Spanier in der Lage, das Kunststück zu vollführen, das den Formel-1-Legenden einst gelang? Sowohl der Mann mit dem "Kapperl" als auch der "Professor" pausierten, kamen zurück und wurden wieder Weltmeister. Das Sabbatjahr, das für Alonso 2015 neben Ferrari und McLaren eine Option zu sein scheint, ist offenbar eine riskante Angelegenheit.

Der zweifache Champion erkennt kurz nach der Einführung der neuen Antriebsgeneration keine große Gefahr: "Ich denke nicht, dass es mir zu sehr schaden würde, weil die Regeln exakt die gleichen sind", sagt Alonso und denkt an einen aktuellen Fall, nämlich seinen Teamkollegen Räikkönen. "Kimi war das jüngste Beispiel: Er kam zurück und war gleich konkurrenzfähig." Lewis Hamilton steht einer Auszeit bei der Karriereplanung kritischer gegenüber. Das Zauberwort heißt "Momentum".

Der Mercedes-Star glaubt: "Ich könnte mir vorstellen, dass man etwas von dieser Anspannung verliert." Hamilton schätzt, dass der Vergleich mit Lauda und Prost hinkt, da in den Achtziger- und Neunzigerjahren mehr Fahrbetrieb außerhalb der Rennwochenenden erlaubt war. "Es wird vor der Saison nicht viel gefahren, also muss man sich schnell auf die Steuerung und Updates einstellen. Die Technik entwickelt sich ständig weiter. Vielleicht war es früher einfacher, weil es viel mehr Testfahrten gab."

Aus eigener Erfahrung berichten kann Romain Grosjean, der nach seinem Formel-1-Debüt bei Renault 2009 vor die Tür gesetzt wurde und sich durch Formelsport- sowie Sportwagenprojekte drei Jahre später zurück in die Königsklasse gearbeitet hatte. "Natürlich verliert man etwas Vertrauen in sich und das Auto", bestätigt der Franzose. "Aber in einer harten Zeiten lernt man neue Kniffe. Wenn man dann zurück in einem guten Auto ist, fühlt sich alles einfach und schnell an." Und Alonso? Er bezeichnet das Sabbatjahr als "unwahrscheinlich".

Fotoquelle: xpbimages.com

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