Adrian Sutil hofft, nicht geradewegs in Richtung Paddockausgang zu spazieren

Formel 1 2014

— 01.11.2014

Sutil bangt um Sauber-Cockpit: "Was ist schon sicher?"

Der Gräfelfinger könnte von zwei Paydrivern verdrängt werden, hofft aber weiter auf eine Entspannung der finanziellen Situation seines Arbeitgebers



Wenn es um die Konkurrenz durch Paydriver geht, ist Adrian Sutil leidgeprüft. Der Deutsche besaß für die Saison 2014 bereits einen gültigen Vertrag bei Force India, ehe Sergio Perez mitsamt seiner mexikanischen Mobilfunk-Millionen an die Tür klopfte und ihm den Sitz im Vijay-Mallya-Team doch noch wegschnappte. Droht ein Jahr später ein identisches Szenario bei Sauber? Die Schweizer sollen sich mit Marcus Ericsson und Giedo van der Garde einig sein. Beide bieten einen gefüllten Geldbeutel.

Im Gespräch mit 'Sky' wiegelt Sutil noch ab: "Es wird viel spekuliert", sagt er über die finanziellen Probleme in Hinwil und deren mögliche Konsequenz, zwei Bezahlpiloten für die kommende Saison unter Vertrag zu nehmen: "Natürlich ist die Situation im Team nicht einfach. Ich hoffe, dass man das irgendwie regelt und das Team wieder auf besseren Beinen steht." Allerdings sieht es danach nicht aus. In der Debatte um eine gerechtere Verteilung der Formel-1-Einnahmen beißt Sauber bei Bernie Ecclestone und Co. auf Granit.

Von den russischen Investoren fehlt weiter jede Spur. Selbst wenn sie kämen, wäre Sergei Sirotkin als Sohn eines einflussreichen Unternehmers wohl die erste Wahl. Am Ende könnte Sutil die Finanznot eines Arbeitgebers erneut zum Verhängnis werden: "Was ist schon sicher in der Formel 1?", fragt sich der 31-Jährige und spielt auf die Situation bei Force India an: "Ich bin lange dabei und habe schon vieles erlebt." Für ihn würden aber zunächst das Rennen in Austin und ein schönes Wochenende zählen.

Denn kaum bangt Sutil um seinen Arbeitsplatz - so dürften Kritiker behaupten - bringt er wieder Leistung, in den USA in Form von Rang zehn im Qualifying. Doch reicht das, um 40 Millionen US-Dollar (umgerechnet knapp 32 Millionen Euro; Anm. d. Red.), die Ericsson und van der Garde im Gepäck haben sollen, zu kompensieren? Fakt ist auch, dass Sutil Sauber als reicher Mann verlassen würde, schließlich müsste man ihn für den einschließlich 2015 gültigen Vertrag ausbezahlen. Um sich ein Cockpit zu kaufen reicht es aber nicht.

Fotoquelle: xpbimages.com

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