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Formel 1 2014

— 02.11.2014

Faires Spiel bei Mercedes: Alles in den Händen der Fahrer

Nico Rosberg und Lewis Hamilton loben Mercedes für die Gleichbehandlung ihrer Piloten: Der WM-Titel liegt in den Händen der Fahrer - wenn nicht ein Defekt auftaucht



Drei Rennen liegen noch vor Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Danach wird endgültig klar sein, wer von den beiden den Weltmeisterpokal mit nach Hause nehmen darf - wenn nicht noch eine dicke Überraschung passiert. Die besseren Karten besitzt derzeit eindeutig Lewis Hamilton, der 17 Zähler Vorsprung hat und die letzten vier Rennen für sich entscheiden konnte. Doch in Austin konnte Rosberg zumindest schon einmal die Qualifikation für sich entscheiden. Die Vergangenheit, so versichert er, sei dabei längst aus seinem Kopf gestrichen.

"Ich schaue nicht auf die Vergangenheit. Ich lerne eine Menge daraus, aber danach ist es vorbei", winkt er auf die vergangenen Rennen angesprochen ab. "Ich schaue nach vorne, es liegt alles noch in meinen Händen. Heute war ich dort, wo ich sein musste, und konnte eine gute Runde hinlegen." Stimmt, rechnerisch liegt alles noch in Rosbergs Händen. Er braucht einfach nur dreimal gewinnen, schon gehört der Titel ihm.

Doch Hamilton zweifelt noch: "Liegt eigentlich irgendetwas in unseren Händen?", fragt er sich. "Ich werde tun, was ich kann, und auch Nico wird sein Bestes tun, um die Möglichkeiten zu maximieren." Doch am Ende komme es wohl auch auf Mercedes an. Zwar versichern beide Piloten, dass innerhalb des Teams absolute Gleichberechtigung herrscht, doch ein technisches Problem kann immer wieder auftreten und einen Piloten aus der Bahn werfen.

"Wir sind in einem Sport, wo es enorm auf Zuverlässigkeit ankommt", reflektiert Hamilton. "Wir pushen als Team stark, um sicherzustellen, dass wir keine Zuverlässigkeitsprobleme mehr bekommen. Die Daumen sind gedrückt, dass das der Fall sein wird. Dann liegt alles in den Händen der Fahrer. Und das wollen wir."

Zumindest versucht man bei den Silberpfeilen alles dafür zu tun, um die Situation auch in den Händen der Fahrer zu lassen. Trotz der Vorkommnisse von Spa dürfen Hamilton und Rosberg weiter frei fahren, was diese sehr schätzen: "Dafür sind wir sehr dankbar. Beide Fahrer können ihr eigenes Ding machen und bekommen vom Team die gleiche Unterstützung", lobt Rosberg seine Truppe.

"Zu Beginn des Jahres gab es vor einem Wochenende viele Meetings, wie wir die Dinge managen wollen", ergänzt Hamilton. "Wir hatten enge Kämpfe und leider auch zu enge Momente. Danach gab es große Diskussionen, was für tun können und was wir nicht tun können. Abgesehen davon können wir frei fahren und gehen mit derselben Mentalität nach draußen: Ich möchte meinen Teamkollegen nicht aus dem Rennen nehmen, ich möchte fair gewinnen. Das gleiche gilt auch für ihn."

Und trotz aller Fairness wird sich das teaminterne Duell wohl bis zum Saisonfinale in Abu Dhabi zuspitzen. Mit (fast) allen Mitteln soll der Stallgefährte ausgestochen werden. "Es ist immer noch intensiv und wird es auch bis zum Ende sein", verspricht Rosberg. "So war es auch heute im Qualifying. Das ganze Wochenende über war es unglaublich eng, aber so ist es toll. Ich hoffe, dass die Saison ein gutes Ende nimmt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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