Quo vadis, Adrian? Sutil blickt in eine ungewisse Zukunft

Formel 1 2014

— 03.11.2014

Sutils Zukunft liegt nicht in seinen Händen

Adrian Sutil droht trotz eines bestehenden Sauber-Vertrages im nächsten Jahr auf der Straße zu stehen: Rettet nur ein Punkteresultat seine Zukunft in Hinwil?



Die Luft für Adrian Sutil bei Sauber wird dünn. Das finanziell angeschlagene Formel-1-Team ist nach der schwachen Saison 2014 im nächsten Jahr gezwungen, auf sogenannte Paydriver zu setzen, die mit ihren Sponsorengeldern die Teamkasse aufbessern. Marcus Ericsson, der bei Caterham nicht durch sportliche Großtaten von sich Reden machte, wurde bereits für 2015 bestätigt, erster Anwärter auf das zweite Sauber-Cockpit ist der aktuelle Ersatzfahrer Giedo van der Garde.

Für Adrian Sutil wäre daher in Hinwil kein Platz mehr, und dass obwohl er bei den Schweizern einen gültigen Rennvertrag für die Saison 2015 hat. Doch Sutil weiß, dass das noch lange nicht heißen muss, dass er 2015 auch für Sauber fahren wird. "Anscheinend liegt das in anderen Händen", sagt er im Gespräch mit 'RTL'. "Ich habe schon seit Anfang des Jahres Klarheit für mich, somit müssen wir mal abwarten. Es gehen viele Gerüchte um, aber wir müssen uns auf die Rennen konzentrieren, die noch vor uns liegen", gibt sich der 31-Jährige nach außen demonstrativ gelassen.

Aus Sutil Perspektive ist die Angelegenheit relativ klar: Erfüllt Sauber den Vertrag nicht und setzt einen anderen Fahrer ins Cockpit, muss das Team den Gräfelfinger ausbezahlen. "Aus meiner Sicht hat sich nicht großartig was geändert mit dieser Bekanntgabe", sagt Sutil nach der Verpflichtung von Ericsson. Nun sei Sauber am Zug, für Klarheit zu sorgen. "Das sind Dinge, die das Team regeln muss", spielt Sutil seinem Team den Ball zu.

Einstweilen will sich der Gräfelfinger auf's Sportliche konzentrieren. "So muss ich die Rennen jetzt noch zu Ende fahren und werde mein Bestes geben, dass wir vielleicht noch in Brasilien oder Abu Dhabi ein paar Punkte holen. Das wäre natürlich sehr, sehr wichtig", sagt er. Im Grunde ist ein Überraschungserfolg Sutils einzige Hoffnung auf einen Verbleib bei Sauber.

So ist es nicht ausgeschlossen, dass Sauber mit einem guten Resultat beim Saisonfinale in Abu Dhabi, wo bekanntermaßen doppelte Punkte vergeben werden, Lotus noch von Platz acht der Konstrukteurswertung verdrängen kann. Sollte Sutil dem Team damit zusätzliche Millionen aus dem Prämientopf sichern, würde die Teamführung vielleicht noch einmal ins Grübeln kommen. Umso ärgerlicher ist aus Sutils Sicht der unverschuldete Ausfall in Austin, denn am Sonntag wären Punkte möglich gewesen.

Unabhängig davon weiß Sutil allerdings, dass seine Postion auf dem Fahrermarkt ohne große Sponsoren im Hintergrund in der aktuellen Situation äußerst schlecht ist. "Grundsätzlich ist die Situation im Team nicht einfach, und finanziell gibt es hier in der Formel 1 einige Teams, die es schwierig haben", sagt er.

Fotoquelle: xpbimages.com

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