Lewis Hamilton trainierte in Austin auf effektive Weise seine Nackenmuskulatur

Formel 1 2014

— 04.11.2014

Hamilton als Rentner: "Wird den Drang zum Comeback geben"

Der Mercedes-Star kann sich vorstellen, ohne Manager auf eine zweite Karriere im motorsportlichen Ruhestand hinzuarbeiten - Keine Rolle als TV-Experte



Spötter mögen behaupten: Seit dem Grand-Prix-Wochenende in Austin und seinem Auftritt mit skurriler Andy-Warhol-Halskette ist klar, dass Lewis Hamilton nach seiner Laufbahn in der Formel 1 keine große Karriere als Schmuckdesigner bevorsteht. Offenbar sucht der 29-Jährige aber ein Betätigungsfeld abseits des Cockpits, um für die Zeit nach dem Motorsport zu planen. "Es geht darum, mich zu positionieren, um etwas zu haben, womit ich weitermachen kann", sagt Hamilton 'Reuters'.

Vor die TV-Kameras und damit zurück ins Paddock will der Brite nicht. Dabei haben zahlreiche seiner Landsleute, darunter Damon Hill, David Coulthard, Martin Brundle und Anthony Davidson, eben diesen Weg eingeschlagen: "Viele Fahrer kommen zurück und arbeiten als Journalisten oder Kommentatoren. Ich plane da etwas anderes", stellt Hamilton klar. Konkretes lässt er noch nicht verlauten, allerdings versuchte sich der glühende Musikfan auch schon in Tonstudios an eigenen Rap-Aufnahmen.

Hamilton spricht davon, mit dem Racing nie komplett abschließen zu können: "Es wird einen nicht zu leugnenden Drang geben, zurück ins Auto zu kommen. Ich betreibe Motorsport, seitdem ich acht Jahre alt bin, also ist es so natürlich wie bei Michael (Schumacher; Anm. d. Red.)." Er nennt auch das Beispiel Mika Häkkinen, schließlich versuchte sich der Finne in der DTM. "Weil es wie eine Droge ist", so Hamilton. "Man kann sich davon nicht lösen. Wenn ich aufhöre, wird es etwas geben, was mich interessiert - als Ersatz."

Auf die Suche nach diesem persönlichen Beschäftigungsprogramm macht er sich seit Kurzem ohne die Hilfe seines Ex-Managers Simon Fuller. Ob der einen Nachfolger erhält, ist unklar, schließlich kann sich Hamilton eine Karriere in Eigenregie vorstellen. "Ich fühle mich wohl dabei, selbst für mich zu sorgen", meint er und verweist auf die Fahrerkollegen Nico Rosberg und Sebastian Vettel: "Es gibt keinen Grund, warum ich es nicht auch schaffen sollte. Ob ich es auch will, habe ich noch nicht entschieden."

Fotoquelle: xpbimages.com

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