Gefahr noch nicht gebannt: Force India lauert weiter auf seine Chance

Formel 1 2014

— 04.11.2014

McLaren: Bitteres Jubiläum in Brasilien

Vor zwei Jahren feierte McLaren in Interlagos seinen den letzten Grand-Prix-Sieg - 2014 will man an der gleichen Stelle die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen



Noch zwei Rennen stehen für McLaren in dieser Saison auf dem Programm - und nach wie vor ist die Gefahr groß, dass man von Force India in der Konstrukteurs-WM auf den sechsten Platz verdrängt wird. 23 Punkte fehlen der Truppe von Vijay Mallya. In Anbetracht dessen, dass beim Saisonfinale in Abu Dhabi doppelte Punkte vergeben werden, muss McLaren also weiter zittern.

Nachdem man in den USA mit den Plätzen acht und zwölf durch Kevin Magnussen und Jenson Button hinter den Erwartungen blieb, kehrt McLaren nun auf die Strecke zurück, wo man vor zwei Jahren den bislang letzten Sieg gefeiert hat. Das weiß niemand besser als Button, der damals den Sieg einfuhr. "Obwohl unsere Ergebnisse seitdem nicht mehr unseren eigenen Erwartungen entsprechen, verbessern wir unser Paket ständig, und darauf wollen wir an diesem Wochenende aufbauen", kündigt er an.

Rätselraten: Warum wird man immer schwächer?

Der Brite hat gute Erinnerungen an Interlagos, schließlich sicherte er sich dort 2009 seinen einzigen WM-Titel. "Ich liebe es, zurückzukehren, und es handelt sich um einen meiner Lieblingskurse", stellt er klar. "Wenn man durch die Tore geht, dann spürt man die Historie und die Aufregung der Fans - das ist etwas ganz Besonderes."

Durch die zahlreichen Höhenunterschiede ist es laut Button der "Schlüssel, Setup und Balance von Anfang an hinzubekommen, vor allem, um sich an die vielen Bodenwellen anzupassen." Genau das ist eine von McLarens Stärken, doch üblicherweise lässt man im Laufe des Wochenendes zunehmend nach.

"Das erste Freie Training scheint unsere Session zu sein, obwohl wir nicht mit viel weniger Sprit fahren als die anderen", bestätigt Button. "Wir müssen herausfinden, was der Grund dafür ist. Vielleicht machen wir unsere Hausaufgaben einfach besser, aber danach wird es immer schlimmer."

Immerhin haben die McLaren-Fahrer nun wenig Zeit, um einem guten Ergebnis in Austin nachzutrauern, denn der Fokus liegt bereits auf Sao Paulo. "Die Tatsache, dass der Grand Prix nur eine Woche nach Austin stattfindet, ist positiv", findet auch Kevin Magnussen. "So können wir das Momentum aufrechterhalten und auf unseren Rennleistungen aufbauen, wie wir es in der zweiten Saisonhälfte generell getan haben. Austin war ein hartes Wochenende, aber Brasilien ist ein neues Rennen, und wir werden alles für ein ordentliches Resultat geben."

Boullier sieht Aufwärtstrend

Auch der Däne freut sich auf den Kurs, auf dem er noch nie gefahren ist. "Ich weiß aber viel darüber", sagt er. "Es handelt sich um einen dieser legendären Orte, der tief in der Formel-1-Historie verankert ist. So viele meiner Idole sind in Interlagos gefahren, und es handelt sich um einen der Kurse, auf dem ich immer schon fahren wollte. Außerdem lieben die südamerikanischen Fans ihre Formel 1 - ich bin also schon gespannt auf die Atmosphäre."

Am Ende zählt aber nur der Erfolg - und genau den peilt auch Rennleiter Eric Boullier an. "Es ist enttäuschend, dass das Team seit Brasilien 2012 keinen Grand Prix gewonnen hat", sagt er, blickt aber positiv in die Zukunft. "Der Fortschritt, den wir gemacht haben, ermutigt uns für die Zukunft. Da nun nur noch zwei Rennen in dieser Saison bevorstehen, wollen wir das Maximum aus unserer Zeit auf der Strecke herausholen, um unsere Entwicklung für nächstes Jahr voranzutreiben."

Auch aus Austin nimmt das Team laut Boullier trotz des schwachen Ergebnisses wichtige Erkenntnisse mit: "Daher müssen wir uns jetzt wieder sammeln und reisen mit neuer Motivation nach Interlagos. Da Brasilien das letzte Saisonrennen mit dem normalen Punktesystem ist, wollen wir ein solides Ergebnis in den Punkten einfahren, um mit der bestmöglichen Ausgangssituation nach Abu Dhabi zu reisen. Jeder Punkt zählt, um unsere Position in der Konstrukteurs-WM zu verbessern, also wollen wir am Sonntag zuschlagen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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