Daniel Ricciardo ist von der Rennstrecke in Sao Paulo nicht gerade begeistert

Formel 1 2014

— 04.11.2014

Red Bull in Brasilien: Ricciardo ist die Strecke zu kurz

Sebastian Vettel blickt vor dem Grand Prix von Brasilien lieber zurück als voraus - Daniel Ricciardo ist die Strecke von Interlagos zu kurz



Der Große Preis von Brasilien in Sao Paulo war in den vergangenen Jahren eines der Lieblingsrennen von Red Bull. Das mittlerweile entthronte Weltmeisterteam gewann auf dem Kurs von Interlagos fünf der letzten sechs Rennen. Nur 2012 konnte Jenson Button (McLaren) die Siegesserie von Red Bull unterbrechen. Wer nun aber meint, dass Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo mit uneingeschränkter Vorfreude nach Brasilien reisen, sieht sich getäuscht.

Das ist zum einen der sportlichen Situation geschuldet, denn auch in Sao Paulo dürfte Red Bull aus eigener Kraft nicht um den Sieg fahren können - zu dominant sind auch in der Schlussphase der Saison die Mercedes. Zum anderen löst der Kurs bei Ricciardo nicht gerade Begeisterungsstürme aus. "Die Fans lieben Interlagos, weil die Rennen dort immer interessant sind, aber meine Lieblingsstrecke war es nie. Die Runde ist sehr kurz, ich hätte gerne ein paar mehr Kurven", meint der Australier. "Aber die Atmosphäre ist immer großartig, wer das nicht geniest, macht irgendwas falsch!"

Auch den Weg zu einer perfekten Runde hat Ricciardo in Sao Paulo noch nicht gefunden. "Ich kann ehrlich gesagt nicht erklären, was in Interlagos des Geheimnis hinter einer richtig guten Runde ist, denn ich weiß nicht, ob mir dort jemals eine gelungen ist", sagt er. "Man muss sehr präzise fahren und bremsen und sollte nie zu weit voraus blicken, sondern sich immer auf die Kurve konzentrieren, durch die man gerade fährt."

Vettel schwelgt beim Gedanken an den Brasilien-Grand-Prix lieber in Erinnerungen an erfolgreichere Zeiten, anstatt sich mit der für ihn tristen Realität der Saison 2014 zu beschäftigen. "An die Rennen in Sao Paulo kann ich mich aus unterschiedlichen Gründen gut erinnern. 2009 hätten wir beispielsweise im letzten Saisonrennen fast den Titel gewonnen. Am Ende hat es aber nicht gereicht, und Jenson Button wurde Weltmeister", sagt Vettel. "Ich war damals sehr enttäuscht, es war aber zugleich eine wichtige Erfahrung für mich. Positiv war aber, dass wir bis zum Ende gekämpft und alles gegeben haben."

"2010 stand ich in Sao Paulo zum ersten Mal auf dem Podium, das war ein unvergessliches Rennen. Oder Brasilien 2012: Da habe ich mich in der ersten Runde gedreht und fand mich am Ende des Feldes wieder. Auf einmal schien der Titel weit entfernt zu sein. Ich habe mich dann Position um Position durchs Feld gekämpft, und am Ende waren wir wieder Weltmeister - unglaublich! 2013 hatte ich den Titel schon in der Tasche, aber es war mein neunter Sieg in Folge. Auch dieses Rennen werde ich nicht vergessen", blickt der Heppenheimer auf seine Sao-Paulo-Rennen zurück.

Fotoquelle: xpbimages.com

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