In Zweifelsfällen soll in Zukunft ein virtuelles Safety-Car eingesetzt werden

Formel 1 2014

— 05.11.2014

Brasilien: Kleine Veränderungen am virtuellen Safety-Car

Nach einer ersten Probe des virtuellen Safety-Cars in Austin werden für Brasilien nur kleine Änderungen am Konzept vorgenommen und erneut getestet



Nach dem ersten Probelauf in den Vereinigten Staaten wird auch beim Grand Prix von Brasilien eine überarbeitete Version des neuen virtuellen Safety-Car-Systems der Formel 1 getestet. Als Reaktion auf den Unfall von Jules Bianchi beim Großen Preis von Japan soll das System der FIA den Fahrern die Entscheidung abnehmen, um wie viel sie die Geschwindigkeit unter gelben Flaggen verringern.

Wird das "virtuelle Safety-Car" ausgerufen, müssen die Piloten ihr Tempo über die ganze Runde gesehen auf eine bestimmte Delta-Zeit verlangsamen, die auf bis zu ein Drittel der normalen Rundenzeit reduziert werden könnte. Dieses Konzept würde bei solchen Zwischenfällen eingesetzt werden, die aus Sicht der Rennleitung keine vollen Safety-Car-Phasen rechtfertigen würden.

Ein erster Test des Systems fand nach dem ersten und zweiten Freien Training am vergangenen Wochenende in Austin statt. Er offenbarte, dass in gewissen Bereichen noch Verbesserungsbedarf bestand. "Ich denke, es war okay, die Idee ist gut", findet Fernando Alonso. "Das ist etwas, das wir in Russland diskutiert haben. Wir müssen es noch ein bisschen besser justieren, weil wir ein paar Töne auf dem Funk bekamen, die manchmal richtig waren und manchmal nicht. Da gibt es also noch ein bisschen was zu tun."

Fahrer-Feedback wird umgesetzt

Die FIA hat mittlerweile die Rückmeldungen der Fahrer und Teams eingeholt und wird beim Test in Brasilien ein paar Neuerungen einführen. Um den Beschwerden der Fahrer entgegenzukommen, es sei schwer, die Delta-Zeit über eine Runde genau einzuhalten, werden die Abschnitte, in denen die Geschwindigkeiten gemessen werden, von 50 auf 200 Meter verlängert. Diese Maßnahme sollte das Einhalten der Zeitlimits vereinfachen.

Die Zeitspanne, in der die Fahrer Zeit haben, ihre Geschwindigkeit bis auf die Safety-Car-Pace zu verringern, wurde auf zehn Sekunden ausgeweitet. Ebenfalls zehn Sekunden vor dem Ende der virtuellen Safety-Car-Phase bekommen die Fahrer ein Signal, dass es in Kürze weitergeht.

Rob Smedley, Chef der Fahrzeug-Performance bei Williams, glaubt, dass der erste Test des neuen Konzepts bereits ein Erfolg war und kleinere Probleme zweifelsohne aussortiert werden können: "Es hängt von Nuancen ab. Etwa wie der Fahrer eine gute Rundenzeit mit Referenz auf die Delta-Zeit hinbekommt, wie unser Feedback an die Fahrer aussehen könnte, oder welche Informationen ein Pilot bekommt, sobald das Rennen wieder in normaler Geschwindigkeit weitergeht."

"Der positivste Aspekt war, dass es eine brandneue Methode ist, und alle Fahrer in etwa die gleichen Kommentare abgegeben haben - nämlich dass es nur noch auf kleinere Details ankommt. Alles in allem hat es also direkt ganz gut funktioniert", so Smedley.

Fotoquelle: xpbimages.com

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