Nur wenn es um 2015 geht, muss sich Sebastian Vettel die Ohren zuhalten

Formel 1 2014

— 07.11.2014

Red Bull spielt fair: Gleiches Recht für gleiche Fahrer

Chefingenieur Monaghan will den Leistungsunterschied zwischen Vettel und Ricciardo nicht auf eine unterschiedliche Behandlung durch das Team zurückführen



Wenn sich ein Pilot auf seinen Lorbeeren ausruhen will, ist er bei Red Bull schlecht aufgehoben. Was Sebastian Vettel in der laufenden Saison als vermeintlicher Platzhirsch zu spüren bekommt, blüht 2015 auch dem neuen Überflieger Daniel Ricciardo. Wenn Daniil Kwjat sein Debüt im Team gibt, wird sich der Australier genauso mit identischem Material messen müssen wie es aktuell der Fall ist: "Wir geben unseren Piloten identische Autos", stellt Chefingenieur Paul Monaghan klar.

Die Statistiken spiegeln das nicht wider. Ricciardo ist Vettel in allen Belangen überlegen. Er hat mit 214:149 nach WM-Zählern zwei Rennen vor dem Saisonende klar die Nase vorne und bereits drei Grands Prix gewonnen, während sich die Durststrecke des Heppenheimers durch das komplette Jahr zieht. Im Qualifying-Duell führt der 25-Jährige mit 11:6, er kam in 13 von 17 Läufen vor Vettel ins Ziel. Monaghan tappt im Dunkeln, wenn es um den Grund für die so eindeutige Zahlensprache geht.

Der Chefingenieur rätselt, deutet aber gleichzeitig an, dass es einen Sättigungseffekt geben könnte: "Man muss Sebastian fragen, wie er das erklärt. Ich würde behaupten, dass er fünf intensive und wahnsinnig erfolgreiche Jahre hinter sich hat." Die sich laut Teamchef Christian Horner seit dem Sommer anbahnende Trennung hat angeblich nicht zum Leistungsunterschied beigetragen. Erst als am Rande des Japan-Grand-Prix Anfang Oktober die Bombe platzte, wurde Vettel nicht mehr in die Pläne für 2015 einbezogen.

Helmut Marko machte im Gespräch mit 'Sky' aber unlängst klar: "Bei allem, was das aktuelle Auto und das jeweilige Rennen betrifft, ist er voll eingebunden", so der Motorsportberater. Monaghan untermauert diese These. "Wir haben beide Piloten so gut unterstützt, wie es nur ging und sie stets gleich behandelt. Wir haben ihre Ansprüche dort befriedigt, wo es ging, und sie in der bestmöglichen Verfassung auf die Strecke geschickt."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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