Großer Preis von Brasilien: Pre-Events

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Formel 1 2014

— 08.11.2014

Britischer Sommer in Sao Paulo: Droht ein Öl-Chaos?

Aus der neuen Asphaltdecke austrendes Öl könnte in Kombination mit Regen im Qualifying noch mehr als im Rennen für Schmierseife sorgen



Wäre das Wetter für den Brasilien-Grand-Prix ein Wunschkonzert, dann würde das Christkind sich ganz unterschiedliche Notizen von den Fensterbänken der Teams abholen. Der auf einen Ausrutscher Lewis Hamiltons angewiesene Nico Rosberg plädiert genau wie Sebastian Vettel für Regen, während es für Adrian Sutil gerne trocken bleiben darf - aber bitte kühl. Ferrari und Lokalmatador Felipe Massa sind froh, wenn sich Sao Paulo von seiner Sonnenseite präsentiert.

Die Prognosen des offiziellen Formel-1-Wetterdienstes UbiMet beinhalten für das dritte Freie Training am Samstagvormittag eine Regenwahrscheinlichkeit von 30 Prozent. Wenn überhaupt, dann nieselt es, allerdings könnte die Strecke nach nächtlichen Gewittern über Sao Paulo noch nass sein. Mit 24,7 Grad Celsius wird es wiederum recht warm, was die Verdunstung begünstigt. Schon zum Qualifying drei Stunden später könnte der Himmel seine Schleusen deutlich weiter öffnen.

Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist dann mit 55 Prozent fast doppelt so hoch. Bis zu 1,8 Millimeter Wasser pro Stunde könnten bei minimal tieferen Temperaturen fallen. Eine gute Einstimmung auf den Rennsonntag, wenn zum Start um 14 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) erneut 60 Prozent Regenrisiko, allerdings nur geringe Niederschlagsmengen angekündigt sind. Bei rund 20 Grad präsentiert sich der Sommer auf der Südhalbkugel nicht von seiner besten Seite.

Öl trifft Wasser: Kombination mit Chaosgarantie

Das brasilianische Wetter ist launisch und stellt UbiMet vor eine knifflige Aufgabe: "Es gibt viele verschiedene Modelllösungen. Ich will mich nicht im Detail festlegen, wann genau es losgeht", sagt Chefmeteorologe Steffen Dietz bei 'Sky' über die Aussichten für das Qualifying: "Eine Kaltfront nähert sich. Es kommt darauf an, wie genau ein Schauer die Strecke trifft. Es ist durchaus möglich, dass es sehr kräftig regnet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass hier der Kurs unter Wasser steht."

Dietz spricht mit Blick auf Sonntag von Bedingungen wie 2012 und 2013. Eine Wolkendecke und leichte Regengüsse besonders am Vormittag sind fast unausweichlich. Der neue Asphalt könnte ein Vabanquespiel provozieren. "Öl und Wasser sind keine tolle Kombination. Da muss man kein Experte sein", warnt Pirelli-Sportchef Paul Hembery vor dem, was aus der Fahrbahn austritt. "Wir müssen vorsichtig sein, weil die Ideallinie im Nassen eine andere ist als im Trockenen."

Regen & Red Bull: Unsichere Verbündete

Fernando Alonso stimmt zu, tappt aber ebenfalls im Dunkeln: "Mit der neuen Asphaltdecke ist es die große Unbekannte, welchen Effekt Regen haben wird. Irgendwelche Vorhersagen zu treffen, ist unmöglich. Das wäre schon in Sotschi der Fall gewesen." Hamilton findet, dass Rutschpartien ihren Reiz haben: "Für einen Piloten wird es schwieriger, aber spannender. Wenn es trocken bleibt, ist es sicher einfacher für mich, aber ich bin zu allem bereit", zeigt sich der Mercedes-Star voll motiviert.

Der Brite, der als Spezialist für Nässe gilt, denkt auch an die Menschen auf den Holztribünen des Autodromo Jose Carlos Pace: "Für die Fans wünsche ich mir keinen Regen. Im Trockenen sitzt es sich nicht so besonders." Da ist Vettel ganz anderer Meinung: "Bei Regen sollten wir etwas näher dran sein, aber auch wenn es trocken bleibt ganz gut aussehen." Sein Chefingenieur Paul Monaghan relativiert: "Dann wir wohl zusehen müssen, wie die Mercedes auf und davon fahren." Massa hätte nichts dagegen einzuwenden: "Im Regen haben wir auf Red Bull und Ferrari immer verloren."

Fotoquelle: xpb.cc

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