Jenson Button findet einige Entwicklungen in der Formel 1 nicht gerade vorteilhaft

Formel 1 2014

— 09.11.2014

Button: "Geld regiert die Formel 1 - schade"

Ex-Weltmeister Jenson Button betrachtet einige Entwicklungen in der Formel-1-Szene kritisch: "Muss bei manchen Fahrer-Bekanntmachungen lachen"



Jenson Button kämpft derzeit um die Fortsetzung seiner Karriere in der Formel 1. Der Weltmeister von 2009 muss voraussichtlich seinen Platz räumen, sollte sich Fernando Alonso tatsächlich zu einer Rückkehr zu McLaren entscheiden. Der Brite trägt es mit Fassung. "Egal, was dann kommt: Es wird spannend und interessant sein", sagt Button, der seit einigen Wochen immer mehr über den Tellerrand der Königsklasse hinausschaut. Rennen in Le Mans, Wettbewerbe im Triathlon - nichts ist ausgeschlossen.

McLaren scheint die einzig realistische Option für eine Fortsetzung der Karriere im Grand-Prix-Sport für Button zu sein. Die Plätze sind durch das Aus von Caterham und Marussia weniger geworden. Ein Cockpit bei den kleinen Hinterbänkler-Teams wäre allerdings sowieso nicht für den erfahrenen Piloten aus Frome in Betracht gekommen. "Die Spitze des Motorsports hat während der Saison zwei Teams verloren. Das ist sehr schade", so Button im Gespräch mit 'Formula1.com'.

Durch den Abschied von Caterham und Marussia gibt es für junge Nachwuchspiloten vier Optionen weniger, wenn die Formel 1 das große Ziel ist. Die Youngster mit Talent oder Geld müssen nun bei Sauber und Co. andocken - und nehmen dort wiederum etablierten Fahrern die Cockpits. "Ich habe gehört, dass drei Autos pro Team so toll wären, weil sich dann für Talente Chancen ergäben, die sie sonst niemals bekommen würden", sagt Button, der ein Fan der bisherigen Konstellation mit jeweils zwei Autos ist.

"Wie viele junge Fahrer sind in der jüngeren Vergangenheit in die Formel 1 gekommen? Hunderte", so der Brite. "Aber die meisten sind gekommen, weil sie die finanzielle Unterstützung hatten. Es gibt nur vier Teams - und wahrscheinlich sind es jetzt nicht einmal mehr vier -, wo man kein Geld mitbringen muss. Jedes Team wählt die Fahrer wegen des Geldes. Bei manchen Fahrer-Bekanntgaben muss ich wirklich lachen. Wenn einer vorher nicht gut war, warum sollte er in einem anderen Auto plötzlich gut sein?"

"Geld regiert die Formel 1 und Talent bleibt leider viel zu oft unbemerkt. Das ist wirklich schade", fasst der McLaren-Pilot zusammen. Während Marussia den Kampf um eine Fortsetzung des Betriebs in der Formel 1 nach Aussage des Insolvenzverwalters endgültig verloren hat, geht das Ringen bei Caterham noch weiter. Im Rahmen eines Crowdfunding hat man angeblich kurzfristig 25 Prozent jener Summe zusammenbekommen, die man für einen Start in Abu Dhabi benötigt. Ist Caterham beim Saisonfinale nicht dabei, dann dürfte die Formel-1-Lizenz verloren sein - und damit ein erheblicher Wert.

Fotoquelle: xpbimages.com

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