Bernie Ecclestone: Sogar der Zampano spricht wieder von zehn Teams

Formel 1 2014

— 09.11.2014

Caterhams "Klingelbeutel": Rettungsanker der Formel 1?

Der Einsatz dritter Autos könnte von einer Rückkehr der Grünen abhängen, Ecclestone ist erstaunt über die Spenden - Auch Marussia zuversichtlich



Die finanziell begünstigten Teams der Formel 1 könnten gezwungen werden, schon ab der Saison 2015 ein drittes Auto einzusetzen. Was allen voran Red Bull ein Dorn im Auge ist, könnte durch eine juristische Hintertür verhindert werden, schließlich besteht eine Verpflichtung nur dann, wenn eine bestimmte Untergrenze an gemeldeten Fahrzeugen unterschritten wird. Ob diese 16 oder 20 beträgt, ist eine Spitzfindigkeit. Nicht jedoch, dass Caterham und Marussia so das Zünglein an der Waage spielen.

Während die Sache die kleinen Teams vor dem Hintergrund der Gültigkeit von Verträgen mit einem Druckmittel ausstattet, kämpfen beide Hinterbänkler aktuell um eine Rückkehr in die Königsklasse. Die Grünen schafften es, mit einem Spendenaufruf im Internet beträchtliche Einnahmen zu erzielen. Über eine Million der bis kommenden Freitag benötigten 2,35 Millionen Euro von Fans sind schon zusammengekommen und lassen es möglich erscheinen, dass bereits in Abu Dhabi das Comeback gelingt. Dazu soll ein Investor interessiert sein. "Vielleicht zehn", sagt sogar Bernie Ecclestone über die Anzahl der Teams im Jahr 2015.

Dabei hatte der 84-Jährige über die "Klingelbeutel-Aktion" noch am Samstag wild geschimpft. Seiner Meinung nach wird nicht vernünftig gewirtschaftet, weshalb der Formel-1-Mehrheitseigner CVC auch nicht mehr Geld aus den Einnahmentöpfen springen lässt - zumindest bisher. Den Erfolg des so genannten Crowdfundings bezeichnet er dennoch als "gut" und sagt: "Wenn sie mehr Geld wollen und die Leute das unterstützen, ist das in Ordnung. Das ist ein gutes Zeichen für das Team", so Ecclestone.

Die Aussichten kommentiert der Brite dennoch mit viel Süffisanz: "Sind sie in Abu Dhabi dabei? Haben sie denn überhaupt genug Geld, um wieder nach Hause zu kommen?" Düsterer sieht es bei Marussia aus. "Ich habe nicht das Gefühl, dass es keinen Weg zurück gibt", bleibt Graeme Lowdon, der vor der Übernahme des Insolvenzverwalters als Sportdirektor fungierte, aber optimistisch. "Im Moment gibt es noch die gute Chance, dass wir 2015 und danach wieder starten können. Und sogar in Abu Dhabi."

Auch bei Marussia sollen Investoren angeklopft haben. Sich durch dritte Autos bei Ferrari und Red Bull ersetzen zu lassen, würde Lowdon nur äußerst ungern erleben. "Eine kurzfristige Lösung, die zusätzliche Wagen vorsieht, ist meiner Ansicht nach nicht der richtige Weg", kritisiert der Brite. "Ich glaube nicht, dass es die Fans gerne sehen, wenn es weniger Teams gibt. Sie wollen mehr Mannschaften und die besten Fahrer der Welt Rad an Rad kämpfen sehen."

Fotoquelle: GEPA/Red Bull

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