Felipe Massa war 2008 in Sao Paulo der tragische Held der Formel 1

Formel 1 2014

— 11.11.2014

Massa unversöhnlich: Späte Verbalattacke gegen Glock

Sechs Jahre danach: Der Brasilianer schreibt die Last-Minute-Tragödie um den WM-Titel noch immer dem Deutschen zu - Im Mercedes-Duell will er neutral bleiben



Felipe Massa war beim Saisonfinale 2008 trauriger Hauptdarsteller einer der spannendsten WM-Entscheidungen in der Formel-1-Geschichte. Der Titelverlust vor heimischer Kulisse nach einigen Sekunden des für sicher gehaltenen Triumphes schmerzt den Brasilianer nach eigener Aussage zwar nicht mehr, seine Wirkung hat das Drama aber weiterhin auf ihn. Deshalb sagt Massa gegenüber dem Fernsehsender 'Sportv' über den letzten Grand Prix in Abu Dhabi: "Ich helfe niemandem."

Der 33-Jährige könnte das Zünglein an der Waage spielen, sollte Nico Rosberg auf dem Yas Marina Circuit gewinnen und er sich zwischen die beiden Mercedes schieben. Ein dritter Rang würde Lewis Hamilton wegen der doppelten Punkte nicht reichen, um seinen Vorsprung zu verteidigen. Massa nutzt die Gelegenheit, um eine alte Fehde aufzuwärmen: "Mir hat auch niemand geholfen, als ich um den Titel gefahren bin. Mir hat ein gewisser Deutscher sogar geschadet", beklagt er sich.

Die Rede ist von Timo Glock, der seinen fünften Rang ausgerechnet an den späteren Champion Hamilton in der letzten Kurve vor der Zieldurchfahrt verlor. Die unglaubliche Unterstellung, die 2008 in Brasilien kursierte: Der damalige Toyota-Pilot hätte absichtlich verlangsamt, um den Briten vorbeizulassen und zum Weltmeister zu machen. Allerdings war der Hesse sich im Regenchaos über die Situation und die Begleitumstände nicht im Klaren, auf Trockenreifen fahrerisch machtlos.

Das hinderte die Fans in Interlagos nicht daran, die Contenance zu verlieren. Das Team verließ die Rennstrecke aus Angst vor Übergriffen sogar in Zivilkleidung. Es gab sogar eine Polizeieskorte zum Flughafen. Wenn es um den Mercedes-Titelaspiranten Nummer eins geht, ist Massa ganz zahm: "Ich denke, dass Hamilton die Krone verdient", sagt der Williams-Pilot. "Aber manchmal entwickeln sich die Dinge auf ganz andere Weise, wie wir es schon oft erlebt haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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